TV Lobberich in der Handball-Oberliga nach der Niederlage gegen die SG Überruhr

Handball-Oberliga : Krise des TV Lobberich spitzt sich weiter zu

Beim TV Lobberich läuft es seit einigen Wochen in der Handball-Oberliga überhaupt nicht mehr rund. Die Niederlage beim Schlusslicht Überruhr war die achte Pleite in Folge, es wird noch einmal richtig eng.

Für den Oberligisten TV Lobberich ist die Luft noch dünner geworden, denn er verlor beim bisherigen Schlusslicht SG Überruhr mit 19:22 (8:10). Jetzt sind es nur noch fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Die Partie fing für die Gäste schon schlecht an, denn die sie verschliefen den start und lagen schnell mit 1:6 im Hintertreffen. Und so sah sich Spielrtrainer Christopher Liedtke bereits in der Anfangsphase genötigt, eine Auszeit zu nehmen, um seine Mannen neuerlich auf das Spiel einzustellen. Im Anschluss wurde es dann auch deutlich besser, zumindest was die Leistung in der Abwehr anbelangte, allerdings war der Lobbericher Angriff auch weiterhin nicht mehr als ein laues Lüftchen. Ein Fehler reihte sich an den anderen, seien es vorzeitige Wurfversuche, Ballverlust oder auch technische Fehler. Schmerzlich wurden der verletzte Dennis Föhlen und der im Urlaub befindliche Felix Himmel vermisst, so dass es Rückraumn kaum Alternativen gab, die dringend erforderlich gewesen wären. Dennoch kämpften sich die Gäste bis zum Halbzeitpfiff heran und lagen beim 8:10 in Schlagdistanz.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verfiel der TVL erneut in eine Tiefschlafphase, und Überruhr zog wieder auf und davon. Einzig dem glänzend aufgelegten Torhüter Matthias Hoffmann war es in dieser Phase zu verdanken, dass der Rückstand nicht zu hoch wurde. Besser lief es dann ab der 45. Minute, als Lobberich im Angriff auf zwei Kreisläufer umstellte, aber letztlich fehlte die Kraft, um den Rückstand noch egalisieren zu können.

„Nur 19 Tore zu werfen, spricht schon eine eigene Sprache und zeigt deutlich auf, waran es gemangelt hat“, betonte Christopher Liedtke nach dem Schlusspfiff. „Es war auch mental nicht einfach, immer einem Rückstand hinterherzulaufen, und es fehlten uns die Alternativen. Jetzt heißt es Mund abwischen, schütteln und weiter.“ Im nächsten Spiel geht es dann gegen Mettmann, wo der TVL eigentlich nichts zu verlieren hat. Liedtke: „Das ist vielleicht ganz gut. Warum sollte uns nicht gerade dann eine Überraschung gelingen. Es wird auf alle Fälle wieder Zeit zu gewinnen, um nicht noch weiter nach unten zu rutschen.“

Die Torschützen des TV Lobberich: Dorenbeck (5), Hinzen (5/1), von Eycken (3), Harwardt (2), Greven, T. Liedtke, Merzenich und Mähler.

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