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TV Lobberich in der Handball-Oberliga gegen die SG Überruhr

Handball-Oberliga : Der TV Lobberich ist aktuell nicht zu stoppen

In eigener Halle gewannen die Oberliga-Handballer aus Nettetal auch gegen die SG Überruhr. Das war schon der vierte Sieg in Folge.

Nettetal Der TV Lobberich setzt seine Erfolgsserie in der Handball-Oberliga fort. Gegen die SG Überruhr feierten die Lobbericher mit dem 32:25 (16:13) im sechsten Spiel ihren vierten Sieg. Damit liegt der Aufsteiger nach Punkten gleichauf mit Mettmann Sport und der HG Remscheid in der Spitzengruppe. Lediglich aufgrund der schwächeren Tordifferenz gegenüber den Konkurrenten liegen die Lobbericher auf Platz vier.

Trainer Christopher Liedtke freut sich über die Entwicklung, die sein Team in dieser ersten Phase der Meisterschaft genommen hat. Das wurde auch im Spiel gegen die SG Überruhr deutlich. „Wir haben nicht ganz so gut begonnen“, sagte Liedtke. Die Gäste, derzeit Schlusslicht in der Oberliga, hatten sich klar erkennbar viel vorgenommen. Schon beim 5:5 sah Liedtke sich genötigt, eine Auszeit zu nehmen. „Das war zu wenig. Da fehlten der letzte Biss, die Aggressivität und der Zug zum Tor“, berichtete der Coach. Offenbar fand er genau den richtigen Ton, denn seine Spieler setzten die Aufforderung, mehr zu investieren, sofort eindrucksvoll um. Felix Himmel (2), Florian Mähler, Tobias Liedtke, Dennis Föhles und Fynn Mannheim gelangen in furiosen, gut fünf Minuten sechs Tore in Folge. Mit dem 11:5 war die Vorentscheidung bereits gefallen. Bis zur Pause verkürzten die Gäste noch auf 13:16, weil sie jeden technischen Fehler, den die Gastgeber in ihr Offensivspiel einstreuten, sofort mit Gegenstoßtoren bestraften.

In der zweiten Halbzeit hielten die Lobbericher zunächst ihren Vorsprung. Nach einer Auszeit der Überruhrer sorgten sie aber mit einem erneuten Zwischenspurt für die endgültige Entscheidung. Föhles, Hinzen und Himmel (2) erhöhten vom 21:18 auf 25:18. Ein ausschlaggebender Faktor für den Sieg war das Offensivspiel von Simon Hinzen und Felix Himmel. Die Rückraumspieler drehten richtig auf, erzielten dank ihres Durchsetzungsvermögens im Eins-gegen-Eins viele Tore und überzeugten auch mit einem großen Repertoire an Wurfvarianten. Auf Rechtsaußen glänzte Youngster Fynn Mannheim. Als Ersatz für den verletzten Jan von Eycken lieferte der 17-Jährige „einen Superjob“ ab, so Liedtke. „Es ist schön zu sehen, dass einer, der viel investiert und trainiert, belohnt wird“, sagte der Trainer.

Derzeit trainiert Mannheim sowohl mit den Männern als auch mit der A-Jugend. „Wir loten es mit Sander Metz, dem neuen Trainer A-Jugend, genau aus, dass das nicht zu viel wird“, berichtete der Trainer. In Benedikt Prümen rückte ein weiterer Nachwuchsspieler in den Fokus. Der Torhüter durfte in den letzten Minuten ran und zeigte einige tolle Paraden.