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TV Lobberich gefährlich nah an den Abstiegsplätze der Handball-Oberliga

Handball-Oberliga : Lobbericher verfallen nicht in Panik

Nach einer Niederlagenserie von zehn Spielen in Folge ist der TV Lobberich in der Handball-Oberliga den Abstiegsplätzen gefährlich nah gekommen. Mut macht dem Aufsteiger, dass er noch alles in der eigenen Hand hat.

Schon Anfang Februar hatte Handball-Oberligist TV Lobberich seine Planungen für die nächste Saison abgeschlossen. Und bei damals 15:15 Punkten sah es so aus, als könnten die Lobbericher als Aufsteiger die Spielzeit in aller Ruhe und ohne großen Abstiegsstress zu Ende spielen. Doch nach mittlerweile zehn Niederlagen in Serie ist der einst so komfortable Abstand auf die Abstiegsplätze dahingeschmolzen wie Schnee in der Sonne. Bei noch vier ausstehenden Spielen und nur zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz müssen sich die Lobbericher auch mit der Möglichkeit beschäftigen, ab Sommer wieder in der Verbandsliga antreten zu müssen

Zumal davon auszugehen ist, dass sogar drei Mannschaften aus der Oberliga absteigen müssen, denn aus der Regionalliga Nordrhein werden mit ziemlicher Sicherheit zwei Vereine aus dem Bereich des Handballverbandes Niederrhein herunterkommen, was in der Oberliga zu einem vermehrten Abstieg führen wird. Allerdings verfällt man im Lobbericher Lager keinesfalls in Panik. „Das würde auch überhaupt keinen Sinn machen, denn das würde der Mannschaft nicht helfen“, so Liedtke. „Wir sind immer noch in der Lage, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen.“ Das Gute ist, dass die Lobbericher nicht auf die Mithilfe anderer Mannschaften angewiesen sind. Noch alles in der eigenen Hand zu haben, stimmt Liedtke optimistisch, zumal die Leistungskurve nach oben zeigt. „Gerade in den letzten beiden Spielen war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, wie auch bei den Trainingseinheiten in den vergangenen vier, fünf Wochen. Die jungen Spieler haben verstanden, dass sie auch aus Niederlagen lernen können. Jetzt gilt es für uns, in der Schlussphase der Meisterschaft wieder zu punkten.“

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Auf der Suche nach den Gründen für den Leistungseinbruch kommt der TVL-Coach zuerst auf die Unerfahrenheit seines Teams. Nur Tobias Liedtke, Dennis Föhles, Torhüter Matthias Hoffmann und er selbst verfügen über Oberliga-Erfahrung. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das Verletzungspech. So wird Regisseur Föhles in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen. Das ist für Lobberich ein sehr schmerzhafter Verlust, denn es fehlt nicht nur der Denker und Lenker im Angriff, sondern auch gleichzeitig der Abwehrchef. Hinzu kommt noch, dass Haupttorschütze Felix Himmel bei sieben Partien nicht mitwirken konnten. Aber es waren nicht nur diese beiden, es kamen immer wieder Spieler hinzu, die mit kleineren Verletzungen für einen kurzen Zeitraum ausfielen. „Natürlich hatten wir bis in den Dezember hinein einen guten Lauf, aber es war auch klar, dass es so nicht weitergehen wird“, betont Liedtke. „Als wir dann drei Spiele in Folge verloren hatten, wurde das Selbstvertrauen immer geringer. Es war ja auch nicht zu erwarten, dass diese junge Mannschaft Niederlagen so ohne Weiteres wegstecken kann. So ging es dann sehr schnell, dass diese unschöne Niederlagenserie folgte.“

Ob diese Niederlagenserie letztlich so weitergeht und damit im Falle eines Abstiegs die eigentlich schon stehende Planung für die nächste Saison beeinflusst, damit will sich Hendrik Schönkes, Sportlicher Leiter des TVL, aktuell nicht befassen. Allerdings wäre es nicht verwunderlich, wenn Zugänge wie Benedikt Liedtke und Richard Pasch, die vom TV Aldekerk zurückkehren wollen, ungern in der Verbandsliga auflaufen würden. „Die Frage nach Änderungen in unseren Planungen stellt sich nicht, weil ich davon ausgehe, dass wir die Klasse halten“, betont Schönkes, „die Jungs sollen Gas geben. In den beiden letzten Spielen haben sie gezeigt, dass sie es können.“

Die nächste Gelegenheit, die Trendwende zu schaffen bietet sich am Sonntag beim TV Oppum. Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams ergatterte Lobberich beim 27:27 zumindest einen Punkt. Christopher Liedtke: „Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt und können uns in dieser Trainingswoche entsprechend auf Oppum vorbereiten.“