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Handball: TV Lobberich beweist starke Nerven

Handball : TV Lobberich beweist starke Nerven

Der Oberliga-Aufsteiger behauptet sich weiter in der Spitzengruppe der Handball-Oberliga. In eigener Halle erkämpften sich die Nettetaler gegen die Reserve des Bergischen HC ein 29:29, obwohl sie fast die ganze Zeit über zurücklagen.

Der TV Lobberich belohnt sich für eine engagierte Leistung gegen den Bergischen HC II in einem eigentlich schon verlorenen Heimspiel mit dem 29:29 (14:14). Lobberich hat damit den dritten Tabellenplatz in der Oberliga behauptet.

Die Lobbericher waren platt. Fix und fertig ließen sich die Spieler auf den Boden fallen, aber Erholung stand noch nicht auf dem Plan. Putzen war angesagt. Mit Sprühflaschen, Lappen, Wischern zogen die Lobbericher durch die Halle, um sie von Kleberesten zu befreien. Nach 60 anstrengenden Minuten stand ihnen angesichts der schwer erkämpften Punktgewinns dennoch die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Unterdessen ließen die Fans das nervenaufreibende Spiel noch mal Revue passieren. Beide Mannschaften bearbeiteten sich in der ersten Hälfte auf Augenhöhe. Mal legten die Lobbericher vor, mal der Bergische HC. Folgerichtig zogen die Kontrahenten mit 14:14 in die Pause.

In der zweiten Hälfte erspielten sich die Gäste zunehmend Vorteile, weil sich Fehler ins Lobbericher Spiel einschlichen und selbst beste Chancen - wie die Gegenstöße von Benedikt Liedtke und Christian Welzel - nicht ins Ziel fanden. Tim Lindner, Lars Overdick und Felix Korbmacher im Rückraum des Bergischen HC waren auf dem besten Weg, sich das Spiel zurechtzulegen. Mit viel Geduld spielten sie um Christian Welzel herum, der mit seinen langen Armen das Aufbauspiel des Gegners auf der vorgezogenen Position störte. Als Lindner zehn Minuten vor dem Ende ansatzlos aus dem Rückraum zum 26:22 traf, schien Lobberich geschlagen.

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Die Hausherren schüttelten sich kurz und kamen mit den Toren zum 26:26 zurück. Richard Pasch legte mit zwei Toren den Grundstein. Der Bergische HC antwortete prompt und ging wieder 29:26 in Führung, als Lobberich Fehler im Spiel nach vorne unterliefen. Dann begann die stärkste Phase von Torhüter Matthias Hoffmann. Obwohl die Gäste mit zwei Spielern in Unterzahl agieren mussten, schafften sie es zweimal, ganz frei vor Hoffmann aufzutauchen. Der Torhüter blieb mit glänzenden Paraden der Sieger. Das war die Basis für die Aufholjagd, die Christopher Liedtke in der 59. Minute per Siebenmeter mit dem 29:29 krönte. Lobberich rettete dieses Unentschieden in der hektischen Schlussminute bis zum Schlusspfiff. "Hut ab. Die Mannschaft hat Charakter. Wir sind immer hinterhergelaufen und hätten am Ende sogar gewinnen können", sagte Trainer Jurek Tomasik. Das wäre dann vielleicht ein wenig zu viel des Guten gewesen. Dennoch haben die Lobbericher, die mit ihrer aktuellen Stammbesetzung durchspielten und kaum wechselten, erneut unter Beweis gestellt, dass sie es mit jedem Gegner aufnehmen können und dass man sie niemals abschreiben sollte.

(RP)