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Handball: TV Lobberich begeistert seine Anhänger mit Sieg

Handball : TV Lobberich begeistert seine Anhänger mit Sieg

Der Oberliga-Aufsteiger bleibt die große Überraschung der neuen Saison. Gestern gab es in eigener Halle einen klaren 32:23-Erfolg gegen die favorisierte SG Langenfeld. Damit hat der TVL jetzt 6:2 Punkte.

"Ein Hoch auf uns", schallt aus den Lautsprechern in der Werner-Jaeger-Halle. Die Lobbericher Fans spenden ihren Lieblingen stehende Ovationen. Die tanzen und singen lauthals: "So sehen Sieger aus". Der Aufsteiger TV Lobberich sorgte mit dem 32:23 (14:12) gegen die SG Langenfeld für die nächste große Überraschung in der Handball-Oberliga.

In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel legte der Aufsteiger den Grundstein für den auch in der Höhe verdienten Erfolg gegen den Vorjahreszweiten. Mit einer herausragenden Defensivarbeit zermürbten die Lobbericher die Gäste. Beim 14:12 hatten beide die Seiten gewechselt. Zehn Minuten später führten die Hausherren 22:13. Hinter der Abwehr lief Matthias Hoffmann im Tor zu großer Form auf. Vorne gelangen Christopher Liedtke sehenswerte Tore in Serie. Fünf der acht Tore in dieser Phase gingen auf sein Konto. Selbst in Unterzahl schraubten die Lobbericher den Vorsprung in die Höhe.

Die Langenfelder nahmen die Auszeit und deckten in der Folge viel offensiver. Aber auch das störte die Lobbericher nur am Rande. Nach einer Zeitstrafe gegen Christian Welzel, der in der Deckung gemeinsam mit Richard Pasch viel wegblockte, parierte Bastian Nagel einen Siebenmeter der Gäste. Pasch traf wenig später bei angezeigtem Zeitspiel aus dem Freiwurf zum 24:14. Spätestens da waren die Langenfelder geschlagen.

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Im Angriff fand das Team überhaupt kein Mittel mehr, sich gegen die Lobbericher Defensive Freiräume zu verschaffen. Die Lobbericher verschoben sehr schnell gegen den ballführenden Spieler, nahmen Kreisläufer Nelte den Spaß am Spiel und beackerten die Rückraumspieler, so dass diese nur noch selten in gute Wurfpositionen kamen. "Sie sind gegen eine Wand gerannt", sagte TVL-Trainer Jurek Tomasik. Bei den Lobberichern durfte dann fast jeder mal ran. Jochen Schellekens traf zum 28:19. Kevin Barbee zum 29:20. Die Leistung der Lobbericher ist umso bemerkenswerter, als in Gestalt von Dennis Föhles einer der Abwehrstrategen im Zentrum schon nach 13 Minuten von den Schiedsrichtern mit einer Roten Karte zum Duschen geschickt wurde. Christopher Liedtke strahlte hinterher. "Super, das hat Spaß gemacht. Wenn wir einmal in Bewegung kommen, kann uns keiner mehr halten", sagte er. Gegen Langenfeld war das so. Die Lobbericher erzielten immer wieder Tore, die ihnen nicht jeden Tag gelingen dürften.

Trainer Jurek Tomasik war zu Recht stolz auf seine Truppe. "Jeder hat seinen Job gemacht und das hat zum Gesamtergebnis geführt. Wir freuen uns und genießen den Moment. Aber viele spielen auch am Limit oder darüber hinaus", sagte er. In der nun anstehenden Pause wollen die Lobbericher wieder Kräfte für die kommenden Aufgaben sammeln. "6:2 Punkte bei den Auftaktgegnern sind schön. Das Potenzial ist da, aber es gibt immer auch Verbesserungsmöglichkeiten", meinte Tomasik auch noch.

(wiwo)