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TuRa Brüggen TSV Kaldenkirchen und SC Union Nettetal in der Frauenfußball-Landesliga

Frauen-Fußball : Das Grenzland stellt erstmals drei Frauen-Landesligisten

Erstmals in der Geschichte treten mit TuRa Brüggen, TSV Kaldenkirchen und Union Nettetal in der neuen Saison aus Grenzlandsicht gleich drei Fußballteams in der Frauen-Landesliga an. In den vergangenen Jahren war TuRa Brüggen stets ranghöchstes Team in der Niederrheinliga.

Doch nachdem die TuRanerinnen aus sportlicher Sicht dreimal in Folge schon als Absteiger festgestanden und dennoch die Klasse gehalten hatten, erwischte es sie dieses Mal.

„Wir sind sportlich abgestiegen“, sagte Brüggens Trainer Wolfgang Maes. „Auch wenn andere Teams zurückgezogen hätten, wären wir diesmal freiwillig in die Landesliga gegangen.“ Große Ansprüche meldet die TuRa trotz der erfolgreichen Vergangenheit nicht an „Wir werden einen völligen Neuanfang starten und das mit einer blutjungen Truppe“, erklärt Maes. Im neuen Team sind nur noch zwei Spielerinnen aus der Vorsaison. Neu im Kader sind gleich drei 16-Jährige, vier 17-Jährige, zwei sind 18 Jahre und eine Spielerin ist 19 Jahre jung. „Solch ein junges Team hat es in Brüggen im Frauenfußball noch nie gegeben. Ich habe mich zu diesem Schritt entschieden, da es auf mittlerer Sicht garantiert der beste Weg für Brüggen im ist“, so Maes. „Von dieser jungen Mannschaft kann ich nicht verlangen, dass sie direkt in der Landesliga im oberen Bereich mitmischt.“ Zum Auftakt erwarten die Brüggenerinnen Borussia Bocholt II, dann geht es zu Grün-Weiß Lankern, ehe es dann am Samstag, 13. September, zum ersten Derby zwischen Brüggen und Kaldenkirchen kommt.

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Nach dem Rückzug aus der Niederrheinliga hat der TSV Kaldenkirchen vorige Saison einen guten achten Platz belegt und hatte den Klassenerhalt schon vorzeitig unter Dach und Fach. Denn auch in Kaldenkirchen hat man es sich zur Aufgabe gemacht, mit einer jungen Mannschaft in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen. „Es ist wirklich besser, in der Landesliga gut mitspielen zu können, als wie zuvor in der Niederrheinliga nur gegen den Abstieg zu spielen. Das wäre auf Dauer nie gut gegangen und war auch nicht wirklich motivierend“, versichert TSV-Trainerin Marijke Hardt und ergänzt: „Wir wollen das junge Team weiterbringen. Ein einstelliger Platz ist das Ziel.“ Acht Neuzugänge hat der TSV zu verzeichnen. Neben der routinierten Christel Behr (vom FSC Mönchenglad­bach) sind Yvonne Hermanns (Niersia Neersen), Paula Russmann (Thomasstadt Kempen), Sina Mürmanns (BSV Leutherheide), Emma Lenzen (U17 Union Nettetal) sowie Luca Hönscheid und Maren Priggen aus der eigenen U17 neu im Kader. Seit dem Winter ist zudem Kimberly Wiek aus der U17 des MSV Duisburg in Kaldenkirchen. Der TSV, der am Wochenende mit 2:4 nach Verlängerung an Niederrheinligist Steele in der ersten Runde des Niederrheinpokals scheiterte, muss am ersten Spieltag zur DJK Barlo.

Nach dem Aufstieg in die Landesliga in der vorvergangenen Saison hat der SC Union Nettetal gleich im ersten Jahr einen grandiosen fünften Platz belegt. Die Nettetalerinnen beginnen am Sonntag beim SV Budberg II die Spielzeit.