Fußball: TuRa Brüggen kann sein Potenzial bislang nicht ausschöpfen

Fußball : TuRa Brüggen kann sein Potenzial bislang nicht ausschöpfen

Der erste Saisonabschnitt des Fußball-Bezirksligisten war von internen Unruhen geprägt. Die Abwehr ist eine große Baustelle.

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga sieht es bei TuRa Brüggen vorerst danach aus, dass die Mannschaft wie in der Vorsaison weiterhin gegen den Abstieg kämpfen muss. Spielt die Mannschaft im zweiten Saisonabschnitt ihre Qualitäten voll aus und bleibt vom Verletzungspech verschont, ist die rechtzeitige Sicherung des Klassenerhaltes aber drin.

Der Saisonverlauf Die Hinrunde der Brüggener war ein stetiges Auf und Ab und wurde von Markus Steffens nicht zu Unrecht als "durchwachsen" bezeichnet. Auf einen Sieg zum Auftakt holte TuRa aus den darauffolgenden drei Spielen nur einen Punkt. Danach gab es zwei Siege, ehe Brüggen für sechs Partien in Folge sieglos blieb. Inmitten dieser Negativphase warfen die Unstimmigkeiten zwischen dem Trainerteam Tommy Offermanns/Björn Tscheslog und der Mannschaft kein gutes Licht auf den Bezirksligisten. Das Trainerduo trat zurück, Interimstrainer Peter Willemsen verabschiedete sich mit einem Erfolg gegen die SG Kaarst von der Mannschaft, ehe Markus Steffens das Kommando übernahm. Mit ihm gab es zum Abschluss der Hinrunde immerhin vier Punkte aus drei Spielen. Aktuell hat TuRa als 13. vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Das Positive In der unteren Tabellenhälfte kann Brüggen die beste Offensive vorweisen. Allen voran dank Sandro Meyer (14 Tore), den es wie Max Haese und Gerrit van Dinther im Sommer bekanntlich zu den VSF Amern zieht. Markus Steffens hebt zudem hervor, dass der Verein nach den Unruhen "wieder an einem Strang zieht" und die Trainingsbeteiligung für ihn optimal ist. "Das zeigt, dass jeder gewillt ist, in der Rückrunde alles zu geben", so der Coach.

Das Negative Auch wenn sie laut Steffens beiseite geschafft worden sind, haben die Unruhen Mitte der Hinserie ebenfalls einen Teil dazu beigetragen, dass die Brüggener in der Tabelle nicht besser platziert sind. Obwohl die Qualitäten für eine bessere Platzierung vorhanden sind. Zudem gibt es mit den drittmeisten Gegentoren der Liga eine weitere große Baustelle. "Wir müssen unbedingt Stabilität in die Defensive bekommen", weiß Markus Steffens.

Personalien Am Brüggener Kader hat sich in der Winterpause wenig verändert. Albin Tahiri (Fortuna Dilkrath) und Ahmet Ilhan (TSF Bracht) haben den Verein zwar verlassen, dafür stehen in Gestalt von Sascha Römer, Thomas Erkes und Yannik Willemsen aber drei Spieler wieder zu Verfügung, die in der Hinrunde verletzungsbedingt viele Partien verpasst haben. Zudem ist René Kehren wieder auf Dauer mit von der Partie, den es im ersten Saisonabschnitt zeitweise in die eigene Reserve verschlagen hat.

Die Winterpause Offizieller Trainingsstart bei TuRa war am 9. Januar, seitdem hat das Team gegen die B-Ligisten DJK Oberkrüchten (4:0) und SuS Schaag (7:0) zwei lockere Testspielsiege eingefahren. Vor dem ersten Pflichtspiel am 4. Februar folgen noch zwei weitere Vorbereitungspartien. Nach dem dritten Platz bei den Schwalmtalmeisterschaften nahm Brüggen zudem erstmals beim Hallenmasters in Dülken teil. Dort verabschiedete sich das Steffens-Team zwar punktlos, präsentierte sich aber trotzdem ordentlich.

(vdb)
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