TSV Viersen nach Aufstieg nächste Saison in der Regionalliga

Tanzsport : Tanzsportler trotzen allen Widerständen

Nach einem tollen Saisonstart in die Landesliga musste der TSV Viersen gegen viele personelle Probleme ankämpfen. Doch am Ende reichte es zum Happy End für die Viersener, die Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Regionalliga.

Die Saison des Latein A-Teams im Tanzsportverein Viersen in der Landesliga ist abgeschlossen. Das Team ließ seinen Traum von Aufstieg in die Regionalliga, wie die Verbandsliga nach einer Neustrukturierung der Ligen jetzt heißt, wahr werden. „Der Weg dorthin war aber nach dem Turniersieg in Aachen alles andere als leicht“, sagt Trainer Mike Richter. „Viele Hürden überwand das Team bis dorthin. Für das vierte Turnier musste ein neuer Herr eingearbeitet werden, da es aufgrund beruflicher Veränderung zum Ausscheiden eines Tänzers kam.“

Der TSV Viersen investierte alle Kraft und gewöhnte schnellstmöglich den Essener Sven Arens ein. Das Training lief gut - bis zur nächsten Hiobsbotschaft. Trainer Mike Richter, der dieses Jahr die Mannschaft auch aktiv als Tänzer unterstützte, fiel krankheitsbedingt aus und stand deshalb nicht zur Verfügung. Ebenso fiel eine Tänzerin aufgrund einer Schwangerschaft aus, übrigens die zweite in der zurückliegenden Saison. „Jetzt mussten die Co-Trainer ran. Und innerhalb einer Trainingseinheit musste die komplette Choreographie auf sieben Paare umgestellt werden“, erklärt Mike Richter. Trotz einer guten und sicheren Leistung knüpfte das Team aber nicht an den Erfolg von Aachen an und wurde nur Dritter - hinter Aachen und Bochum.

Für das letzte Turnier in Neuss wurde es deswegen spannend: Aachen und Viersen teilten sich punktgleich die Ligaspitze. Für Viersen ging es darum, alles zu geben. Nur ein Sieg hätte für die Viersener die Tabellenspitze bedeutet. Doch die Hiobsbotschaften hörten nicht auf. Ein erkranktes Paar musste ersetzt werden. „Es musste entschieden werden, wieder mit sieben Paaren zu starten oder das Risiko eingehen und versuchen ein komplettes Paar innerhalb einer Woche und mit zwei Trainingseinheiten einzuarbeiten“, erzählt Mike Richter. In Gestalt von Simone und Friedrich Teigelkamp gewann das Team ein Paar für diese Mission, das zwei Jahre pausiert hatte.

Nach einer noch leicht nervösen Vorrunde schloss das Team die Saison in einem Gänsehaut-Final-Durchgang als letzte startende Mannschaft ab. Dann hieß es zittern: Die Mannschaft kämpfte sich „nur“ auf den zweiten Platz zurück und musste sich dem Team aus Aachener geschlagen geben, die nun mit einem Punkt Vorsprung die Liga gewannen. Viersen sicherte sich aber den zweiten Platz vor Bochum und steigt nun in die Regionalliga West auf. „Dort steht die Mannschaft vor neuen Herausforderungen. Nach einer Saison komm es immer zu Abgängen, die kompensiert werden müssen. Wer die Mannschaft aktiv unterstützen möchte, ist herzlich willkommen, egal ob Anfänger oder Fortgeschritten“, so Mike Richter.

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