TSV Kaldenkirchen und SC Waldniel nach dem Saisonstart

Handball-Verbandsliga : Neue Trainer erleben Saisonstart unterschiedlich

In der Handball-Verbandsliga der Frauen gab es einen Sieg für den TSV Kaldenkirchen, der SC Waldniel unterlag deutlich.

So ein Saisonstart ist ohnehin eine aufragende Sache, für zwei Frauen-Handballteams aus dem Grenzland wurde der erste Spieltag in der Verbandsliga aber noch mal zusätzlich spannend. Denn sowohl beim TSV Kaldenkirchen als auch beim SC Waldniel stehen neue Trainer in der Verantwortung. Und unterschiedlicher hätten die Debüts für die beiden Coaches nicht laufen können. Während der Niederländer Frank van den Broek mit dem TSV daheim den ATV Biesel 29:25 schlug, unterlag Dennis Stonawski mit Waldniel daheim 19:26 gegen die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal.

Der inzwischen 60-jährige Frank van den Broek, der im niederländischen Blerick lebt, ist auch in der Handballszene auf der deutschen Seite der Grenze ziemlich bekannt, auch aus seiner Zeit als Coach der Zweitliga-Damen des TuS Lintfort. Dass er jetzt ein Verbandsligateam übernommen hat, liegt auch daran, dass er nicht mehr vier- bis fünfmal pro Woche in der Halle stehen möchte. Dennoch hat sich van den Broek, der auch seine zweitligaerfahrene Tochter Tatjana mit nach Kaldenkirchen gebracht hat, mit seinem Team ambitionierte Ziele gesetzt. Im Laufe der Saison soll der Anschluss an die Top 5 der Liga gelingen. Der Sieg gegen Biesel war schon mal ein verheißungsvoller Start, wobei der neue Trainer noch viel Luft nach oben sieht. „Das ist auch nicht weiter verwunderlich nach der kurzen Vorbereitung mit ständig wechselnder Besetzung. Was aber stimmte, war der Kampfgeist und dieser war schließlich auch spielentscheidend“, so van den Broek.

Kollege Dennis Stonawski hatte zuvor drei Jahre die zweite Mannschaft in Waldniel trainiert. Aufgrund eines personellen Umbruchs im Team legte er in der Vorbereitung den Fokus zunächst einmal auf das Teambuilding und das Zusammenspiel, ohne dabei die athletischen, technischen und taktischen Elemente außer Acht zu lassen. „Leider hat sich eine unserer Rückraumspielerinnen in einem Vorbereitungsspiel das Kreuzband gerissen. Umso erfreulicher und wichtiger ist, dass alle neuen Spielerinnen sich sehr gut in die Mannschaft integriert haben“, so Stonawski. Er will sich mit seinem Team möglichst schnell eine stabile Tabellenposition erarbeiten. Insofern war die klare Niederlage gegen die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal nicht hilfreich. „Uns viel es oft schwer, eindeutige Torchancen herauszuspielen, so dass wir den Gegner durch verfrühte Abschlüsse oder technische Fehler zu einfachen Tempogegenstößen einluden. Im Training werden wir nochmal die Offensive fokussieren und hoffen, dass bereits im nächsten Spiel der Knoten platzt“, sagte Dennis Stonawski.

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