TSV Kaldenkirchen nach der Niederlage in der Handball-Verbandsliga gegen die DJK Adler Königshof II

Handball-Verbandsliga : TSV-Coach geht hart ins Gericht mit seinem Team

Rüdiger Winter rang nach Worten. Die 25:29 (10:14)-Niederlage seines TSV Kaldenkirchen bei der DJK Adler Königshof II ließ ihn fassungslos zurück. „Das war ein Offenbarungseid. Erbärmlich, kläglich, peinlich.

Das Spiel musst du ohne Probleme mit sieben oder acht Toren gewinnen, Und wir verlieren mit vier“, meinte der Coach des Handball-Verbandsligisten nach dem aus seiner Sicht „Gipfel der Frustration“. Durch die Niederlage tauschten die Adler und der TSV im Mittelfeld der Tabelle die Plätze.

Bereits in den ersten Minuten handelte sich der TSV den Rückstand ein. Nach dem 3:7 und 5:11 rannte der TSV den Gastgebern hinterher. Der Rückstand pendelte sich zwischen drei und sechs Toren ein. Nur selten wurde es etwas enger, wie zehn Minuten vor dem Ende, nachdem Maik Tötsches und Steffen Coenen auf 20:22 verkürzt hatten. Obwohl bei den Adlern in Gestalt von Alexander Spoo der Denker und Lenker im Spielaufbau fehlte und Gero Leigraf nur sporadisch zum Einsatz kam, nutzte der TSV die Gunst der Stunde nicht. „Jeder ist bemüht. Das kann ich nicht anders sagen, aber wir haben wie ein Hühnerhaufen gespielt“, berichtete Winter. Beispiele gebe es viele. So habe Winter etwa während einer Auszeit angesagt, nicht über den Kreis zu spielen. „Was machen wir. Wir spielen als allererstes den Kreis an“, erläuterte er.

Seine Akteure ließen Bälle im Gegenstoß fallen, nahmen sich im Dutzend Würfe, die man nicht nehmen sollte. „Ich bin tief enttäuscht. Wenn ich nach fast einem Jahr beim TSV meine Handschrift nicht erkenne, wenn nichts von dem umgesetzt wird, was wir trainieren und besprechen, dann muss ich mir Gedanken machen“, sagte ein frustrierter Rüdiger Winter. Der einzige Lichtblick sei Torhüter Till Deckers gewesen, der sein Team in der ersten Hälfte mit seinen Paraden, unter anderem drei gehaltenen Strafwürfen, im Spiel gehalten habe.

TSV: Mattke, Deckers – Toetsches (10), Coenen (7), König (5), Heyer (2), Killars (1), Huckemann, Barbee, Rosati.

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