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Trainer Fabian Vitz und BW Wickrathhahn nach der Saison getrennt

Fußball-Kreisliga A : Trainer geht nach der Saison

Fabian Vitz verlässt BW Wickrathahn nach zweieinhalb Jahren. Zwischen ihm und dem Vorstand gibt’s Differenzen mit Blick auf die nächste Spielzeit.

Nach gut zweieinhalb Jahren findet die Verbindung zwischen dem A-Ligisten Blau-Weiß Wickrathhahn und Trainer Fabian Vitz nach der laufenden Spielzeit ein Ende. Doch die Trennung endet nicht im Ärger, sondern man trennt sich auf weiterhin freundschaftlicher Basis.

Als Fabian Vitz im November 2017 beim damaligen B-Ligisten als Jugendfußball-Koordinator anheuerte, ahnte noch niemand, was er alles bewegen sollte. Kurze Zeit später wurde er Co-Trainer unter Stefan Houben, der dann seinen Posten eben an Vitz weitergab. Seit dieser Saison war Vitz nicht nur Trainer der ersten Mannschaft in der Kreisliga A, sondern auch als Sportlicher Leiter für die zukünftige Ausrichtung verantwortlich. Und gerade dieser Posten ist die Krux an der ganzen Sache. Wer Vitz kennt, der weiß, dass er erfolgsorientiert arbeitet und auch eine professionellere Einstellung aller Beteiligten erwartet. Dem gegenüber steht die Ausrichtung des Vorstandes, der lieber kleinere Schritte in der Entwicklung machen würde als Vitz, der liebend gerne schon in der kommenden Saison in der Spitzengruppe mitmischen würde.

Doch dazu bedürfte es einiger externer Neuzugänge. Der Vorstand setzt dagegen auf den eigenen Nachwuchs, wie die Vereinsvorsitzende Hilde Zettl mitteilte. „Fabian hat den Grundstein im Juniorenbereich gelegt, davon sollten und wollen wir profitieren. Die Bezirksliga ist zwar auch unser Ziel, die wollen wir aber mit unseren Spielern erreichen. Gerade der Zusammenhalt im Team ist uns wichtig“, erklärt Zettl. „Wir sind und bleiben Wickrathhahn und üben lieber Integration statt Nomadentum aus“, fügt sie noch an.

Die Kaderausrichtung wäre der nächste Schritt nach dem totalen Umbruch. „Aber viele Spieler fühlen sich unter Druck gesetzt und wären deshalb auch nicht bereit für die Bezirksliga und verlieren so vielleicht die Lust“, erklärt Vitz mit Blick auf die aktuelle Problematik. „Aus diesem Grunde hätte ich gerne einige externe Zugänge, die uns weiterhelfen.“ Und weiter meint er: „Ich bin dankbar für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Viele Menschen hier sind mir richtig ans Herz gewachsen.“ Auch Hilde Zettl bedankt sich im Namen des Vereins für die geleistete Arbeit bei Vitz: „Es war ein ehrliches und offenes Gespräch, das aber letztendlich auf keinen gemeinsamen Nenner kam. Jetzt warten wir die Jahreshauptversammlung am 16. März ab, bevor personelle Entscheidungen getroffen werden“.