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Torwart Maher Aba-Zaid kam, sah und siegte

Spieler des Tages : Torwart Maher Aba-Zaid kam, sah und siegte

Mit dem Ersatzkeeper feierte Fußball-Bezirksligist FC Dülken nach vier Niederlagen gegen Tabellenführer VfL Repelen den ersten Erfolg.

Das Leben als Ersatztorhüter ist nicht immer leicht. Einmal auf die Bank „verbannt“ ist es schwierig, auf seine Einsatzzeiten zu kommen. Wird man dann doch einmal in die Startelf beordert, muss man seine Leistung zu 100 Prozent abrufen, denn insgeheim hofft man darauf, auch langfristig zwischen den Pfosten zu stehen. Maher Aba-Zaid vom Fußball-Bezirksligisten Dülkener FC ist zwar kein gewöhnlicher Ersatzmann, denn eigentlich hütet er das Tor der zweiten Mannschaft des DFC in der Kreisliga B, doch er lieferte am Sonntag ab und verhalf dem Aufsteiger damit zum ersten Sieg nach vier Niederlagen in Folge – ausgerechnet gegen den Tabellenführer VfL Repelen.

Nachdem Stammkeeper Alexander Blix im Abschlusstraining signalisiert hatte, dass seine Rippenverletzung noch keinen Einsatz zulässt und weil auch dessen Vertreter Timo Böcken noch nicht wieder fit ist, war für Matthias Denneburg sofort klar, dass er auf Aba-Zaid vertrauen würde. „Er wird von Marc Peter regelmäßig ins Torwarttraining eingebunden. Daher wussten wir, dass wir da einen talentierten Jungen haben“, erklärt der Coach. Für den jungen Aba-Zaid, der mit 18 Jahren seine erste Senioren-Saison spielt, bahnte sich der erste Bezirksliga-Einsatz bereits am Mittwoch an, als sein Trainer Michael Lazidis das Gespräch mit ihm suchte. „Am Freitag hat mir Marc Peter es dann endgültig mitgeteilt und mir sofort Mut zugesprochen. Denn so ein Spiel hat man ja nicht jeden Tag“, berichtet der Youngster, der in den beiden Heimpartien zuvor auf der Bank gesessen hatte. Ohnehin habe der Schüler sofort das Vertrauen aller Beteiligten gespürt: „Matthias hat mir gesagt, dass es ein gutes Spiel sei um reinzukommen, denn gegen den Tabellenführer habe man nichts zu verlieren. Er hat mir gesagt, ich solle einfach Spaß haben. Und den hatte ich.“ Nach anfänglichen Anzeichen von Nervosität fand der Schlussmann, der seit der C-Jugend für den DFC spielt, zu seinem Spiel – auch, weil seine Teamkollegen ihn dabei unterstützten. „Wie die gesamte Mannschaft mich gepusht hat, war schon unglaublich“, sagt Aba-Zaid, der in der Schlussphase noch einen gefährlichen Kopfball entschärfte und so seine „Weiße Weste“ behielt. Logisch, dass er nach dem Schlusspfiff erster Anlaufpunkt für alle DFC-Akteure sowie seine Kollegen aus der Reserve war. Ansprüche stellen möchte der bescheidene Aba-Zaid nun aber nicht. „In erster Linie möchte ich Spaß am Fußball haben. Wenn es aber noch einmal zu einem Einsatz für die erste Mannschaft kommt, würde ich mich natürlich freuen.“