Topbesetzung beim 25. Internationalen Hochsprung-Meeting in Viersen

Leichtathletik : Deutschlands Spitze springt in Viersen

Nicht nur Europameister Mateusz Przybylko gibt sich am Sonntag beim 25. Internationalen Hochsprung-Meeting die Ehre. Bei den Frauen wird Zwei-Meter-Springerin Marie-Laurence Jungfleisch im Jubiläumsfeld mit von der Partie sein.

Das 25. Internationale Viersener Hochsprungmeeting hält am Sonntag auf der Sportanlage an der Löh einen besonderen Leckerbissen bereit. Neben dem erneut hochkarätig besetzten Männer-Wettbewerb (ab 15 Uhr) hat das Frauenfeld (ab 13 Uhr) eine besondere Starterin zu bieten. In Gestalt von Marie-Laurence Jungfleisch kommt die aktuell beste deutsche Hochspringerin, für sie steht eine persönliche Bestleistung von zwei Metern zu Buche. Was der Jubiläums-Auflage einen besonderen Aspekt verleiht, ist der Umstand, dass die Höhenjäger die Weltmeisterschaften vom 27. September bis 6. Oktober in der katarischen Hauptstadt Doha im HInterkopf haben, wenn sie bei der besonderen Atmosphäre an der Löh begleitet von musikalischer Untermalung und begeisterten Zuschauern in die Höhe gehen.

„Die Kombination von Marie-Laurence Jungfleisch und Mateusz Przybylko kann kein anderer Veranstalter bieten. Das gibt es nur noch bei den Deutschen Meisterschaften und bei der Weltmeisterschaft in Doha“, sagt Meeting-Direktor Detlef Vieth mit Blick auf seine Startfelder, wo bei den Männern in Przybylko eben auch wieder die deutsche Nummer eins startet. Die 28-jährige Marie-Laurence Jungfleisch von VfB Stuttgart kommt zum ersten Mal nach Viersen, obwohl sie schon zwölfmal Deutsche Meisterin in Halle und im Freien wurde. Voriges Jahr verbuchte sie die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Berlin und ein Jahr davor den vierten Platz bei der WM in Berlin. Sie führt mit Imke Onnen mit jeweils 1,94 Meter die Deutsche Bestenliste von Woche zu Woche an, beide haben die Weltmeisterschaftsnorm für Doha bereits erfüllt. Des Weiteren sind von Deutscher Seite dabei Katarina Mögenburg (PB: 1,90 m) und Alexandra Plaza (LT DSHS Köln, PB: 1,88 m).

Die Bedeutung des Hochsprungmeetings unterstreicht die Präsenz der Bundestrainer: Hans-Jörg Thomaskamp für die Männer, Tamas Kiss für die Frauen und Brigitte Kurschilgen für die U23. „Bei den Frauen ist ein homogenes Feld, das sich gegenseitig zu neuen Bestleistungen puschen kann“, meint Detlef Vieth. Die niederländische Nachwuchsathletin Nina Borger (Bestleistung 1,76 m) ist bereits zum dritten Male in Folge dabei. Die Peruanerin Daniella Munoz nutzt Viersen zur Vorbereitung auf die Pan-American U20 Championship in Costa Rica and the Pan-American Games in Lima Peru.

Bei den Männern springt der schon 36-Jährige Eike Onnen zum ersten Mal nach seinem Meniskusanriss im Mai. Sein Training läuft gut. Er will die Qualifikation für Doha springen. Mateusz Przybylko (Bayer Leverkusen), im Vorjahr Sieger in Viersen und Europameister in Berlin, hat mit seiner Saisonbestleistung von 2,30 Metern die WM-Norm schon in der Tasche. Ebenfalls am Sonntag am Start ist Falk Wendrich (LAZ Soest, 2,29), der zum deutschen Team gehörte, das bei den European Games in Minsk Bronze holte.

Norbert Kobielski (P.B.:2,27) wurde am Wochenende Polnischer Meister mit neuer persönlicher Bestleitung von 2,27 Metern. Chris Moleya (Süd-Afrika) ist seit dem 27. Juni in Deutschland. Er übersprang am Wochenende 2,27 Meter, die für ihn eine persönliche Bestleistung bedeuteten. Auch der Niederländer Douwe Amels (2,28 m) ist in einer tollen Form und greift die Norm für Doha an. Weitere Kandidaten für die Norm: Konstantinos Baniotis (Griechenland/ 2,34), Edgar Rivera (Mexiko/2,30) und Nauraj Singh Randhawa (Malaysia/2,30).

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