Fußball: "Top-Spiel" – mit acht Punkten Unterschied

Fußball : "Top-Spiel" – mit acht Punkten Unterschied

Ein Topspiel, eine brisante Rückkehr und ein emotionales Derby – und das alles in einem Spiel. Am Sonntag empfängt der SC Waldniel den Spitzenreiter VSF Amern. "Das erste Spiel ist gleich eine Herausforderung. Danach wissen wir, in welche Richtung es gehen wird", betonte SC-Trainer Raimund Schleszies vor dem ersten Spiel seiner Mannschaft gegen den TSV Krefeld-Bockum. Demnach sollte es für die Blau-Weißen weiter nach oben gehen, sie besiegten die Gäste aus der Seidenstadt mit 2:0 und unterstrichen ihre Position im oberen Drittel der Tabelle.

Derby fußläufig erreichbar

Zum Topspiel am Sonntag können die VSF eigentlich zu Fuß die Strecke vom eignen Rösler-Stadion bis nach Waldniel zurücklegen, so nah liegen die Vereine nebeneinander. Doch auf Nachbarschaftshilfe braucht keines der Teams zu hoffen. Vor allem nicht die aufstiegsambitionierten Amerner. Der SC wird mit Sicherheit alles geben, um die Lokalrivalen ein wenig zu ärgern und den Rückstand zum Tabellenführer zu verkürzen.

Die Zuschauer erwartet zwar ein Topspiel zwischen dem Ersten und Dritten der Tabelle, doch punktemäßig liegen die Teams weit auseinander. Amern hat satte acht Punkte Vorsprung auf das zweitbeste Grenzlandteam und sogar ein Spiel weniger absolviert. Selbst bei einer Niederlage hätten die Amerner also keinen Grund, nervös zu werden. Für SC-Trainer Schleszies ist die aktuelle Tabellensituation ohnehin ohne Bedeutung. "Wir wollen am Ende so gut wie möglich dastehen. Da ist es egal, gegen wen es geht und auf welcher Position diese Mannschaft steht."

Seine Mannschaft wird er für dieses Spiel sicherlich nicht mehr besonders motivieren müssen. Immerhin kennt sich der Großteil der Spieler. Zahlreiche VSF-Akteure wechselten aus Waldniel zum Ortsnachbarn. Der letzte der diesen Wechsel vollzog, war Sebastian Kellers. Der 26-Jährige tauschte erst in der vergangenen Winterpause das Dress des SC gegen das der VSF und trifft nun gleich im zweiten Pflichtspiel mit seinem neuen Verein auf die alten Kollegen. "Da werden die Freundschaften für 90 Minuten ruhen müssen. Aber ansonsten habe ich mit allen weiterhin ein gutes Verhältnis", erklärt Kellers, für den diese Partie nach 16 Jahren beim SC etwas ganz besonderes ist.

Im Hinspiel drückte aber ein anderer Spieler dem Spiel seinen Stempel auf. Kosta Agathagelidis traf beim 4:2-Erfolg seiner Amerner gleich drei Mal und drehte die Partie nach einem 0:1-Halbzeitrückstand fast im Alleingang.

(RP)