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Tischtennis: Wie Vereine aus Viersen und Gladbach in die Saison starten

Süchteln, Waldniel und Wickrath zurück an der Platte : Wie die Tischtennis-Teams in die neue Saison starten

Der Spielbetrieb in den Tischtennis-Ligen stand fast ein Jahr still. Nun kehren die Teams an die Schläger zurück und starten in die neue Saison. Welche Vereine haben Ambitionen nach oben? Bei wem geht es um den Klassenerhalt?

Nach langer, coronabedingter Pause starten die Tischtennis-Teams der Region nun in die neue Saison. Bei einigen Mannschaften sind die ersten Partien bereits gespielt, andere stehen an den nächsten Wochenenden das erste Mal wieder für ein Punktspiel an der Platte. Ein Überblick über die Saisonziele:

Regionalliga West Herren

„Nach so einer langen Pause wissen wir noch gar nicht, wo wir stehen“, sagt Oliver Bovians, Teamkapitän beim ASV Süchteln. In den vergangenen Jahren hat der Regionalligist meist einen Platz im gesicherten Mittelfeld belegt – mal ging es auch ein paar Plätze weiter nach oben. Und in dieser Saison? „Erst einmal möchten wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben, das ist unser erstes Ziel“, sagt er.

Nicht nur die lange Zwangspause macht es dem ASV-Kapitän schwer, im Vorfeld der Saison eine Prognose abzugeben. Auch der neue Spielmodus sorgt für Ungewissheit. Zur neuen Saison wird in allen Regional- und Oberligen das Bundessystem, das auch in den höchsten Spielklassen gilt, eingeführt. Statt eines Sechser-Teams bestehen die Mannschaften nun nur noch aus vier aktiven Spielern, die zwei Doppel und acht Einzel austragen. „Man verspricht sich davon, dass die Spiele kürzer und für den Zuschauer attraktiver werden“, so Bovians. Wie sein Team mit dem neuen Modus klarkommen wird, muss sich noch zeigen. Ungeachtet des neuen Systems wird der ASV mit fünf Spielern zu den Partien anreisen. Neben Oliver Bovians sind das Daniel Halcour, Matas Skucas, Balazs Hutter und Axel Fischer. Zum Auftakt steht ein Doppelspieltag in Hessen an. Am Samstag, 18. September, startet der Regionalligist gegen den Gießener SV in die Saison, einen Tag später trifft Süchteln auf den TTV Stadtallendorf.

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Oberliga NRW Herren

Sieben Siege aus sieben Spielen: Der TTC Waldniel war bis zum Abbruch der Vorsaison die dominierende Mannschaft in der Oberliga NRW. Für dieses Jahr sind die Ansprüche unverändert: „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen“, sagt der Vorsitzende Klaus Taplick. Zum Auftakt gab es am vergangenen Wochenende ein 5:5-Remis gegen die zweite Mannschaft von Borussia Düsseldorf. Für Taplick allerdings ein „kleiner Sieg“, da mit Steffen Potthoff die Nummer zwei im Team verletzungsbedingt fehlte und man seine beiden Einzel herschenkte, um ein Aufrücken weiterer Spieler zu verhindern. „Aufgrund der Umstände sind wir mit dem Punkt zufrieden. Es war kein einfacher Gegner“, sagt Taplick. Er sieht in der Oberliga drei bis vier Mannschaften, die zusammen mit Waldniel oben mitspielen können. Am Ende steigt der Meister direkt auf, der Tabellenzweite geht in die Relegation. Der Weg zum Aufstieg wird dieses Mal aber länger als üblich: Statt zehn Mannschaften spielen in dieser Saison 13 Teams in der Oberliga, da von oben und unten Vereine aus unterschiedlichen Gründen nachrückten. „Das ist eine höhere Belastung für die Teams. Statt 18 gibt es nun 24 Spiele“, sagt Taplick.

 Denis Bekir spielt in der Oberliga für TTC Waldniel.
Denis Bekir spielt in der Oberliga für TTC Waldniel. Foto: Bekir

NRW Liga Herren

Die Herren des TuS Wickrath mussten am 1. Spieltag eine deutliche 0:9-Klatsche gegen die Spvgg Meiderich hinnehmen. Hubert Radermacher, zuständig für Tischtennis im Verein, wusste das Ergebnis aber einzuordnen: „Wenn die irgendwo einen Punkt abgeben, würde ich mich sehr wundern. Meiderich ist mit Abstand die beste Mannschaft der Liga.“ Für den TuS sind andere Spiele wichtig – beispielsweise die kommende Partie am 18. September gegen den TTV Rees-Groin. Denn für den Aufsteiger der vergangenen Saison zählt auch in diesem Jahr nur der Klassenerhalt. Und das wird bei zwei fixen Absteigern und einem Relegationsplatz bei nur zehn Mannschaften in der Gruppe kein leichtes Unterfangen. Radermacher sieht den Kader dafür gerüstet: „Der neu zusammengestellte und wesentlich breiter gefasste Kader passt einfach. Für die NRW-Liga sind wir gut aufgestellt.“ Allerdings muss Wickrath für unbestimmte Zeit auf Top-Spieler Jörg Evertz verzichten, der familiäre mehr eingebunden ist.

 Sichun Lu (l.) und Michael Rix vom TuS Wickrath. Am ersten Spieltag der NRW-Liga verlor das Team gegen den Titelfavoriten Meiderich.
Sichun Lu (l.) und Michael Rix vom TuS Wickrath. Am ersten Spieltag der NRW-Liga verlor das Team gegen den Titelfavoriten Meiderich. Foto: TuS Wickrath

Oberliga NRW Damen

Bei den Frauen des TuS Wickrath lief es zumindest ergebnismäßig besser zum Auftakt in die Oberliga NRW. Ja, es war ein Sieg, aber so wirklich zufrieden war Alexandra Jaspers mit der Leistung noch nicht: „Netphen gehört zu den schwächeren Teams der Liga. Wir hatten uns schon ein deutlicheres Ergebnis als dieses 6:4 gewünscht, aber am Ende ist es wichtig, dass wir gewonnen haben“, sagt die Teamchefin und Spielerin. Elf Teams gehen aufgrund einer Aufstockung in dieser Saison an den Start – darunter auch die Damen des ASV Süchteln. Bei drei sicheren Absteigern und einem möglichen Relegationsplatz gibt es für Wickrath ein klares Ziel: den Klassenerhalt. Der TuS hat mit der ehemaligen Bundesliga-Spielerin Sandra Tönges zwar eine exzellente Nummer eins an der Platte, personell spricht Jaspers aber von einem „Notstand“ im Kader. „Wir werden immer wieder mit Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft auffüllen müssen.“ Eine zusätzliche Anstrengung sind in dieser Saison die vielen weiten Fahrten nach Mennighüffen oder Bergheim bei Höxter: „Wir müssen für unsere Spiele durch ganz NRW fahren, das ist schon eine Anstrengung“, so Jaspers.

NRW-Liga 2 Damen

Die Damen von Schwarz-Gelb Dülken starten erst am 26. September mit einem Auswärtsspiel in Anrath in die neue Saison. Die abgebrochene Vorsaison hatte Dülken als Tabellenvierter mit einer Bilanz von 6:4-Punkten beendet.