Thorsten Sieblist und Dirk Purwin vom RSC Schwalmtal nahmen am Drei-Länder-Giro durch die Alpen teil.

Radsport : Bei 40 Grad mit dem Fahrrad durch die Alpen

Thorsten Sieblist und Dirk Purwin nahmen am Drei-Länder-Giro durch die Alpen Teil. Trotz großer Hitze und anspruchsvoller Strecke kamen sie ins Ziel.

(off) Wie schon 25 Jahre zuvor hat für Mitglieder des RSC Schwalmtal eine gemeinsame Radtour über 200 Kilometer ins schöne Moseltal stattgefunden. Die beiden RSC-Mitglieder Dirk Purwin (45) und Thorsten Sieblist (39) zog es dagegen vor, mit ihren Rädern eine besonderes Herausforderung ab dem österreichische Nauders auf sich zu nehmen. Von dort fuhren sie zusammen den Drei-Länder-Giro durch Österreich, Italien und die Schweiz. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten auf das Radrennen in Tirol intensiv vorbereitet. Wir waren beide schon über 6000 Trainingskilometer mit unseren Rädern unterwegs – allein in diesem Jahr“, sagen die beiden.

Thorsten Sieblist wusste schon, was auf ihn zukam. Er nahm zum zweiten Mal am Giro teil. Für Dirk Purwin waren es die ersten Kilometer in den Alpen. Sieblist meldete sich für die längere Strecke mit den Namen „Engadin“, die über 168 Kilometer mit 3650 Höhenmetern ging. Purwin entschied sich für die 120 Kilometer lange Strecke „Vinschgau“ mit 3000 Höhenmetern. Er hatte zuvor schon am Midsummer-Event des CCD Düsseldorf teilgenommen. Diese Tour ging über 300 Kilometer mit 2500 Höhenmetern, von Düsseldorf durch das Bergische Land, in die Niederlande und zurück zum Startpunkt: in die NRW-Landeshauptstadt.

Der Dreiländer-Giro in Nauders startete mit 3000 Teilnehmern morgens um 6.30 Uhr. Je Strecke waren rund 1500 Radfreunde zugelassen. Der sportliche Höhepunkt der Veranstaltung war die Auffahrt zum Stilfser Joch über 2757 Höhenmeter einer Länge von 28 Kilometern mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,2 Prozent (Maximal 15 Prozent) und 48 Kehren. Teile der Strecke führten sogar über schneebedeckte Berge. An die Rennfahrer erging dessen ungeachtet eine Warnung, dass ein sehr heißer Tag erwartet werde. Auf der Strecke ging es zum Teil über viele Kilometer bei über 40 Grad die Berge hoch. „Die Sonne brannte heftig und zehrte zusätzlich zu den Höhenmetern an der Substanz“, erzählten die Krefelder unisono. „So ging es am Ende auch weniger um die Endzeit als vielmehr um das Beenden des Giros.“

Auf der Strecke „Vinschgau“ kamen am Ende nur noch 638 Fahrer ins Ziel, wozu Thorsten Sieblist nach 7:26 Stunden gehörte (mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,1 Stundenkilometer und maximalen 73,4 km/h bergab). Auf der Strecke „Engadin“ erreichten gemeinsam mit Dirk Purvin (7:36:46, Durchschnitt: 15,8 km/h und maximal: 62,6 k/h) weitere 1160 Starter das Ziel. Die RSC-Fahrer zeigten sich am Ende sehr zufrieden mit ihren Leistungen unter diesen sehr harten Bedingungen: „Wir haben beide ohne technische Probleme mit unseren Rädern das Ziel erreichen können.“

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