Handball : Thelen – der Dauerbrenner

Mit 34 Jahren sieht der Routinier den TV Lobberich noch einmal als letzte Herausforderung. Am Sonntag trifft er mit seinem neuen Team auf die HSG Mülheim/Oberhausen.

Handball Im zarten Alter von 34 Jahren nahm Tom Thelen ganz spontan die Herausforderung TV Lobberich an. Seit Januar träumt der Rückraumspieler nun den Traum der Nettetaler vom Aufstieg in die Oberliga. "Meine Tage im Sport sind gezählt. Das, was mir noch bleibt, will ich sinnvoll nutzen", sagt der Routinier.

Dabei war dieses Engagement keineswegs geplant, sonder eher dem Zufall geschuldet. "Der Hülser SV hat mich Anfang November in einem zweiminütigen Telefonat rausgeschmissen", erinnert sich Thelen, der Ende Oktober sein letztes Spiel für Hüls bestritt.

In seinem Umfeld in Süchteln sprach sich die Neuigkeit schnell herum. Thomas Stolzenberg vom ASV Süchteln nahm Kontakt auf. Auch Chris Glöckner, der den ASV wie Thelen vor zwei Jahren verließ aber nicht nach Hüls, sondern nach Lobberich wechselte, sprach ihn an. Innerhalb kürzester Zeit war man sich einig. "Ich wollte nicht nach Süchteln zurück. Sportlich bietet Lobberich die bessere Perspektive. Es ist einfach reizvoller, in meinem Alter noch mal in einer so jungen Truppe auf einem hohen Level zu spielen", meint der Rückraumschütze.

Mittlerweile hat er sich glänzend eingelebt. "Meine Mitspieler haben mich sehr schnell als vollwertiges Mitglied aufgenommen. Ich fühle mich sehr wohl und das macht eine Menge aus", berichtet Thelen. Er will seinen Teil dazu beitragen, dass der TV Lobberich am Ende der Saison vorne liegt und er genießt es, nicht in vorderster Front stehen zu müssen. "Das ist auch mal schön. Ich muss mit 34 nicht mehr in die Nahtstellen der Abwehr springen, das machen andere wie Christopher Liedtke. Hier kann ich aus der Mitte viel mehr gestalten", sagt der Routinier.

Am Sonntag (13.45 Uhr, Werner-Jaeger-Halle) spielen die Lobbericher gegen die HSG Mülheim/Oberhausen, ein Team aus dem Mittelfeld der Tabelle. Vergangene Woche unterlag die HSG nur mit einem Tor Unterschied gegen Hüls. Auch Lobberich hatte im Hinspiel durchaus Mühe mit dem starken Rückraum um André Baar und gewann nur mit zwei Toren Differenz.

Für Thelen ist es dennoch keine Frage, dass dieses Spiel gewonnen werden muss. "Die Spitzenmannschaften nehmen sich gegenseitig die Punkte ab. Aber das ist nicht so schlimm, weil es sich ausgleicht. Wer aber gegen die Mannschaften von Platz sechs abwärts Punkte liegen lässt, der wird am Ende nicht oben stehen", prognostiziert Thelen.

Die Lokalrivalen aus Süchteln und Kaldenkirchen spielen gegen die Lobbericher Konkurrenten. Süchteln hat gleich zwei Spiele vor der Brust. Bereits am Freitag spielt das Team gegen den Hülser SV (20.30 Uhr, Realschule). Am Sonntag geht es zum TuS TD Lank. Der TSV Kaleldenkirchen tritt beim TV Vorst an.

(RP)
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