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Handball: Terhaag übt mit Torhüterinnen

Handball : Terhaag übt mit Torhüterinnen

Beim TV Lobberich soll der Kaldenkirchener die Arbeit der Torfrauen verbessern. Weiter will der 42-Jährige für den TSV spielen. TV-Trainer Baude will beim Tabellenzweiten in Köln am Wochenende "die Köpfe freimachen".

Frauenhandball Volker Terhaag hat einen neuen Job. Der routinierte Handballer des TSV Kaldenkirchen trainiert die Torhüterinnen im Drittliga-Team des TV Lobberich. "Die Aufgabe macht mir Spaß", sagte der 42-Jährige. Nach einem Testlauf sitzt Terhaag nun fest im Boot und auch Trainer René Baude ist begeistert: "Ich bin sehr zufrieden. Er ist kein Schönredner und hat eine Sprache, die die Mädels verstehen."

Jeden Mittwoch kommt Terhaag, der in Kaldenkirchen schon Jugendmannschaften trainierte, in die Werner-Jaeger-Halle und beschäftigt sich exklusiv mit einer der beiden Torfrauen, während die andere im Mannschaftstraining steht. "Berna und Susann machen sehr gut mit. Mein Eindruck ist, dass sie Spaß an der Arbeit haben", erklärte Terhaag. Seine neue Aufgabe verdankt er Bernadett Steller. Die Torfrau hatte ihn in der Vergangenheit schon mehrfach angesprochen, erst jetzt ging ihr Wunsch nach einem Torwarttraining in Erfüllung.

Terhaag stand zwar beim TSV Kaldenkirchen lange Zeit im Tor. Derzeit spielt er aber wieder auf dem Feld. "Ich bin kein erfahrener Torwarttrainer, aber ich bereite mich vor und gehe die Sache aus der eigenen Erfahrung an. Viele Übungen kenne ich noch aus der Vergangenheit", erklärte er. Neben den rein sportlichen Aspekten versucht er auch, die beiden Torhüterinnen psychisch zu stärken und ihnen beizubringen, schwierige Situationen zu meistern. Deshalb ist er, soweit es der Spielplan mit dem TSV Kaldenkirchen zulässt, bei den Spielen dabei. "Ich versuche, ihnen meine Denkweise zu vermitteln", meinte Terhaag.

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Genau in diesem Bereich erkennt Baude bereits Effekte: "Die Verbesserung in der Körpersprache kann man sehen." Der neue Torwarttrainer könnte sich vorstellen, die Arbeit noch zu intensivieren, beispielsweise in dem er in Trainingsspielen hinter dem Tor steht und beobachtet, wie sich die Torhüterinnen bewegen und Abläufe gegebenenfalls korrigiert.

Doch das steht im Moment noch hinten an, denn am Samstag schließt der TV Lobberich seine nicht zufriedenstellende Hinrunde in der Dritten Liga mit dem Spiel beim Tabellenzweiten, dem 1. FC Köln ab. Das Schlusslicht der Liga will im kommenden Jahr angreifen. "Wir sind bis dahin einen langen Weg gegangen und wir werden weiter kämpfen. Ich habe keine Mannschaft, die sich aufgibt", sagte Baude. Nach der enttäuschenden 18:20-Niederlage gegen Mörfelden will der Coach das Spiel in Köln nutzen und jeder Spielerin Spielzeit einräumen. "Irgendetwas müssen wir machen, damit die Köpfe frei werden", sagte Baude. In dieser Woche steht daher die Analyse des Trainings im Vordergrund.

(RP)