TDFV Viersen stärkster Aufsteiger in der Fußball-Bezirksliga

Fußball-Bezirksliga : TDFV überzeugt als Aufsteiger in der Bezirksliga

Die Fußballer aus Viersen überwintern auf Platz sechs. Im neuen Jahr kommt ein Spieler aus der A-Junioren-Bundesliga dazu.

Hinter dem TDFV Viersen liegt ein ereignisreiches Jahr. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga steht die Mannschaft von Trainer Aytac Azmaz zum Jahreswechsel auf einem starken sechsten Platz - und hat sogar Kontakt zum Relegationsplatz.

Der Saisonverlauf Die 1:4-Auftaktniederlage gegen den SV Schwafheim war mehr Wachmacher als Euphoriebremse. Bis Mitte Oktober unterlag der TDFV nur Herbstmeister VfL Repelen und fand sich völlig verdient auf dem zweiten Rang wieder. Eine Serie von fünf sieglosen Spielen in Folge kostete den Viersenern diesen Platz aber letztlich.

Das war gut Der TDFV ist nicht nur mit Abstand bester Aufsteiger, sondern auch das Überraschungsteam aus Grenzland-Sicht und der gesamten Liga. Trainer Aytac Azmaz ist in jeder Hinsicht ein Perfektionist, der stets nach mehr strebt. Selbst in der schwierigen Phase Ende Oktober, als er etliche Ausfälle zu beklagen hatte, stand er hinter seinem Team und trieb es so zu Höchstleistungen wie dem Unentschieden gegen Giesenkirchen. Der Umbruch im Sommer hat dem Verein in keinerlei Hinsicht geschadet. Die Mannschaft ist ein starkes Kollektiv, das jedem Gegner gefährlich werden kann.

Das war schlecht Negative Aspekte gibt es kaum. Ein Durchhänger steht wohl jedem Aufsteiger zu, obwohl die Niederlagen beim Rheydter SV (2:6) und in Budberg (1:4) ungewöhnlich hoch ausfielen. Zwar betonten Azmaz und seine Schützlinge immer wieder, dass der erneute Aufstieg nicht das Ziel sei, aber kann der TDFV sein Niveau auch nach der Winterpause halten, werden sie sich irgendwann zwangsläufig mit dem Thema auseinandersetzen müssen. In der Endabrechnung könnte ihnen das Torverhältnis dann zum Verhängnis werden, denn 32:32 Treffer bedeuten die momentan schlechteste Differenz der Top sechs.

Personalien Noch vor den Feiertagen ließ der Bezirksligist mit einem Transferkracher aufhorchen: Der erst 18-jährige Yaruzhan Özün wird ab Januar das Trikot der Viersener tragen. Den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung genoss er bei Fortuna Düsseldorf, ehe er erst für Arminia Klosterhardt und zuletzt für den MSV Duisburg in der A-Junioren-Bundesliga auflief. Somit werden in einem Großteil der restlichen Spiele wohl zwei Özüns auf dem Platz stehen, denn Yaruzhans älterer Bruder Ahmet hütet das TDFV-Tor und ist seit der Suspendierung von Danny-Daniel Schröter ohne Konkurrenz. Auch von Barthe Olivier Brou, der erst zu Saisonbeginn vom 1. FC Mönchengladbach II gekommen war, trennte sich der Verein bereits Anfang Dezember. Aus freien Stücken gehen Hasan Kanterceken (Turanspor Rheydt) und Atabey Kaplan (KFC Welate Roj Mönchengladbach). Dafür steht noch ein weiterer Neuzugang in den Startlöchern, der in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden soll.

Die Winterpause Am 13. Januar findet die Viersener Hallenstadtmeisterschaft statt. In Gruppe A trifft der TDFV auf den Dülkener FC, die SG Dülken und den 1. FC Viersen. Gegen einen erneuten Einzug ins Finale, der mit einem Ticket für das Masters verbunden war, hätten die Verantwortlichen wohl nichts. Bevor es am 10. Februar mit dem Nachholspiel gegen den VfL Tönisberg in der Liga weitergeht, stehen Testspiele bei den Landesligisten VfR Krefeld-Fischeln (23. Januar) und 1. FC Mönchengladbach (24. Januar) an.

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