Kampfsport: Taekwondoka international erfolgreich

Kampfsport: Taekwondoka international erfolgreich

Bei den Open-Turnieren in Slowenien und Ägypten holten die Nettetalerinnen Emel Karagöz und Madeline Folgmann Silber und Bronze. Die Viersenerin Julia Ronken sicherte sich als Dritte in Slowenien weiteres Edelmetall.

Für die derzeit besten Taekwondoka aus dem Grenzland gab es am Wochenende auf internationalem Parkett viele Gründe zur Freude. Denn nicht nur Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal war bei den Egypt Open in Alexandria in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm als Dritte erfolgreich. Auch ihre Vereinskameradin Emel Karagöz als Zweitplatzierte bei den Kadettinnen (bis 59 kg) und die Viersenerin Julia Ronken (TSC Gladbeck) als Dritte bei den Frauen (bis 53 kg) kehrten von den Slovania Open aus Maribor mit Edelmetall im Gepäck in die Heimat zurück.

Julia Ronken holte in Maribor bei den Frauen Bronze. Foto: Ronken

In Ägypten hatte Madeline Folgmann genug Zeit, um sich zu akklimatisieren, denn vor dem Turnier stand mit Nationalmannschaft ein Trainingslager auf dem Programm. Die Egypt Open waren quantitativ nicht so gut besetzt, dafür aber qualitativ. Durch ihre gute Platzierung in der Weltrangliste erhielt die Nettetalerin zunächst ein Freilos, dann traf sie auf die Ägypterin Shamed Armed. Bei Folgmann lief es zwar nicht rund, trotzdem hatte sie ihre Gegnerin im Griff. Mit 13:2 zog sie ins Halbfinale ein. Dort traf sie auf die WM-Dritte Inese Tarvida (Lettland), die sie bisher noch nie besiegen konnte. Auch dieses Mal lief es nicht optimal für Folgmann. Sie geriet schnell in Rückstand. Mit 3:3 schaffte sie dann zwar den Ausgleich, aber in der Folge lief für die Deutsche Meisterin nicht viel zusammen. Die U21-Europameisterin gab bis zum Ende alles, um den Kampf zu drehen. Doch das gelang ihr gegen die spätere Turniersiegerin nicht. "Teilweise wollte ich bei meiner Kampfeinstellung mit dem Kopf durch die Wand", meinte sie. Immerhin gab's für Platz drei neben der Medaille auch noch und 7,3 Punkte für die Welt- und Olympiarangliste. "Ich habe auf jeden Fall mit meinen konstanten Leistungen meine Stärke auf Weltebene untermauert."

Madeline Folgmann mit ihrer Bronzemedaille. Foto: TG Nettetal

Bei den Slovenia Open bestritt Julia Ronken ihren ersten Kampf gegen Anastasiya Pleschakova vom weißrussischen Nationalteam. Sie fand recht schnell in den Kampf hinein und entschied ihn mit 13:9 Punkten für sich. Im Viertelfinale gestaltete sich die Aufgabe gegen die Britin Aneila Afsar etwas schwieriger - mehr Härte und taktisches Geschick war gefragt. Nach einem packenden Kampf sicherte sich Julia Ronken den Einzug ins Halbfinale (16:15). Dort musste sich die Sportstudentin aus Viersen gegen Luca Patakfalvy aus der ungarischen Nationalmannschaft, die sich später auch den Turniersieg sicherte, mit 12:16 geschlagen geben. Zufrieden blickte die Kämpferin des TSC Gladbeck auf die vergangenen anderthalb Wochen zurück. "Ich nahm wichtige Weltranglisten- und Creditspunkte mit nach Hause", sagte die 22-Jährige.

Emel Karagöz, die mit einer tollen Siegesserie in den vergangenen Wochen auftrumpfte, bekam für ihre erste Runde bei den Kadetten gleich ein schweres Los. Es ging wieder gegen Sandra Stamevski (Serbien), gegen die sie kürzlich im Finale des President Cups gewonnen hatte. Die Seenstädterin tat sich schwer und lag schnell 0:6 zurück. In der ersten Runde schaffte sie aber noch den Anschluss zum 3:6. In der zweiten legte sie dann richtig los und sicherte sich am Ende der dritten Runde den Sieg mit 12:6. Im Halbfinale gegen Olivia Szymkofig (Polen) gab sich die Schülerin des Lobbericher Werner-Jaeger-Gymnasiums keine Blöße und gewann vorzeitig mit 22:0. Im Finale gegen eine weitere Polin Justyna Kowalowska geriet die Nettetalerin gleich zu Beginn in Rückstand. Sie holte zwar durch ihren Angriffsdruck wieder auf, doch es unterliefen ihr viele kleine Fehler. Dann knickte die 14-Jährige auch noch um. Am Ende musste sie sich knapp geschlagen geben.

Auch in Maribor am Start von der TG Jeong Eui Nettetal war Raoul Heurs (Jugend A, bis 68 kg). Er legte zwar einen tollen Kampf hin, musste sich aber gegen einen starken Franzosen am Ende knapp mit 14:15 geschlagen geben.

(off)