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Taekwondo: Bei Madeline Folgmann sind es 2022 keine Schritte für große Ziele

Taekwondo-Kämpferin Madeline Folgmann : Kleine Schritte für große Ziele

Nach durchwachsenem Vorjahr will Madeline Folgmann 2022 an frühere Erfolge anknüpfen. Jeder Kampf ist dabei wichtig – um künftig wieder an größere Ziele zu denken. Olympia 2024 zum Beispiel.

Für Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal lief das vergangene Jahr nicht wie gewünscht. Das gibt sie auch selbst zu. Sie sei unter den Erwartungen geblieben, die an sie gesetzt wurden, sagt sie, „die ich aber vor allem auch an mich selbst habe.“ Das Jahr 2021 startete für Folgmann, mehrfache Deutsche Meisterin und U21-Europameisterin, nach langer pandemiebedingter Wettkampfpause bereits mit einem herben Rückschlag: Eine Niederlage gegen ihre Dauerkontrahentin, die Viersenerin Julia Ronken, verhinderte ihre Teilnahme an der Europameisterschaft. „Dass nur ein einziger Kampf über die Nominierung entschied, war hart, aber ich musste es akzeptieren“, sagt sie. Es war das erste Mal seit Jahren, dass Folgmann weder an einer EM noch an einer WM in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm dabei war.

Besser lief es bei den Sofia Open in Bulgarien, bei denen sie im Anschluss mit Bronze ihre internationale Konkurrenzfähigkeit bewies. Bei den Deutschen Meisterschaften in den Olympischen Gewichtsklassen landete sie auf Platz bei und erreichte bei weiteren internationalen Turnieren sechsmal den fünften Platz. Solide Ergebnisse, aber nicht der Anspruch von Folgmann. „Es war ein schwieriges Jahr, wie es jeder Athlet in seiner Karriere erlebt und meistern muss“, sagt sie.

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Ihr Trainer Björn Pistel nennt mehrere Gründe, warum das Vorjahr so schwierig war: „Faktoren wie eine neue starke internationale Konkurrenz in der 53-Kilogramm-Klasse, Wettkampfpech in engen Kämpfen und eine schwierige Wettkampfplanung in der Pandemie sind natürlich Erklärungshilfen, jedoch können wir an diesen Faktoren selbst nichts ändern.“ Weiter sagt Pistel: „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und versuchen den Knoten zu lösen.“

Für 2022 soll nun deutlich besser laufen. „Ich habe viel vor“, sagt die Bundeskaderathletin Folgmann, die nach ihrer erfolgreichen Bachelorarbeit im Bereich Sportwissenschaften nun mit ihrem Masterstudium an der Sporthochschule Köln begann. Aktuell steht sie in der Weltrangliste auf Position sechs und ist damit eine der besten deutschen Athletinnen über alle Gewichtsklassen und die Nummer eins in der Klasse bis 53 Kilogramm. Rückenwind könnte ihr letzter Einsatz 2021 bei den Bosnien Open geben, bei denen sie Rang drei erreichte. Im Dezember attestierte ihr zudem eine Leistungsdiagnostik am Olympia-Stützpunkt in Köln ein hervorragendes Leistungslevel. Auch ihre Werte beim Bundeskaderlehrgang in Nürnberg zu Jahresbeginn waren top.

Beides sind gute Grundlagen für den Start in das Wettkampfjahr 2022. „Das Ziel ist einfach formuliert, jeden Kampf gewinnen, der kommt“, sagt die Nettetalerin und fügt an: „Sollte das gelingen, denken wir wieder an größere Ziele wie die Teilnahme an EM und WM oder gar Olympia. Daher liegt der Fokus immer auf dem nächsten Kampf, weniger auf dem großen Ziel.“