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Taekwondo: Beck überzeugt bei Dutch-Open

Medaille in den Niederlanden : Beck überzeugt bei Dutch-Open

Die Kämpferin der TG Jeong Eui Nettetal erreicht Platz drei beim Turnier in Eindhoven. Vereinskameradin Madeline Folgmann hadert hingegen weiterhin mit ihrer Form.

Antonia Beck von der TG Jeong Eui Nettetal hat bei den Dutch-Open im niederländischen Eindhoven den dritten Platz bei der Jugend bis 68 Kilogramm geholt. Die aus Viersen kommende Zweikämpferin Julia Ronken (TSC Gladbeck) erkämpfte zudem Platz fünf in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm, nachdem sie die gleiche Platzierung bereits zuletzt bei einem Turnier in Montenegro verbuchte. Die Nettetalerin Madeline Folgmann kam hingegen in der gleichen Gewichtsklasse über einen neunten Platz in Eindhoven nicht hinaus.

Antonia Beck, die vor einer Woche bei der Deutschen U21-Meisterschaft in Ochsenhausen noch eine Medaille verfehlte, schaffte bei den Internationalen Dutch-Open den Sprung aufs Podium – den Einzug ins Finale verpasste sie allerdings knapp. Dabei fing der Halbfinalkampf gegen die Spanierin Irene Montero Risoto gleich gut an und Beck führte bereits mit 4:0. Der Plan von Trainer Björn Pistel ging daher zunächst auf, den er sich nach dem Vorkampf der Spanierin erarbeitete hatte. In der Folge musste die 17-Jährige jedoch einige Treffer hinnehmen, die den Ausgleich brachten. Die Bundeskaderathletin schaffte zunächst noch das 6:6, doch in der letzten Runde ging der Nettetalerin etwas die Puste aus. Ein Kopftreffer entschied die enge Begegnung schließlich mit 9:7 für die Spanierin.

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Beck versuchte zwar alles, um den Kampf zu drehen, jedoch waren die Beine schwer, nach zwei Runden mit hohem Tempo. Nach einigen Verletzungen und einer Erkältung ist ihre physische Konstitution noch nicht wieder da, „wo wir sie haben wollen“, sagt ihr Trainer. Bis zum Saisonhöhepunkt, der Deutschen Jugend-Meisterschaft Ende November, wird sie in diesem Bereich aber noch einmal richtig Gas geben, fügt Pistel an. „Auf dem Weg dahin werden wir noch ein weiteres Turnier mitnehmen, aber noch entscheiden, welches es wird“, sagt er weiter.

Julia Ronken, die als Nummer vier gesetzt war, trat im Achtelfinale gegen die Französin Mathilde Dourdin an und gewann vorzeitig in der dritten Runde mit 21:1 Punkten. Im folgenden Viertelfinale traf sie wieder einmal auf die Spanierin Alma Perez Parrado – und wie in den bisherigen Begegnungen musste sich die Viersenerin auch diesmal geschlagen geben.

Die Nettetalerin Madeline Folgmann zeigte nach einem Freilos in der ersten Runde gegen die starke Russin Kseniia Zdor ihre Qualität und kämpfte sich nach einem 0:5 Rückstand wieder heran auf ein 6:6. Sie hatte den Kampf gedreht und ihre Gegnerin im Griff. Eine kurze Unachtsamkeit, die die Russin mit einem Kopftreffer ausnutzte, führte jedoch zur Entscheidung dieses Kampfes, den Folgmann mit 6:9 verlor. Damit war im Achtelfinale bereits Schluss für die Bundeskaderathletin.

„Im Moment belohne ich mich einfach nicht für meinen Einsatz und meine Mühen. Aber ich lasse mich dadurch nicht aus der Bahn werfen und arbeitet jeden Tag weiter an meinen Zielen. Mein Trainer glaubt an mich und meine Qualität. Das ist mir sehr wichtig“, sagt Folgmann, die schon U21-Europameisterin war. „Mit der Zeit bringe ich diese Qualität auch wieder auf die Kampffläche. Da bin ich mir ganz sicher“, sagt Folgmann weiter.

Mitte November stehen Ronken und Folgmann im Aufgebot der Deutschen Nationalmannschaft bei den French-Open in Paris und bei den im Anschluss folgenden Bosnien-Open in Sarajevo.