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Fußball: Tabellennachbarn treffen sich im Derby

Fußball : Tabellennachbarn treffen sich im Derby

Am Sonntag erwartet Nettetal in der Landesliga Viersen. Das neue System de 1. FC passt, Union will konstanter werden.

Der Hohe Busch wirkt derzeit verwaist. Nur noch einmal, am 1. Dezember, wird der 1. FC Viersen bis zum Jahreswechsel ein Heimspiel austragen. Gegen den TSV Wachtendonk-Wankum. Die verbliebenen vier Spiele vor der Winterpause geht der 1. FC auf Reisen. Den Anfang macht das Derby beim Aufsteiger SC Union Nettetal. Anstoß am Sonntag ist um 14.30 Uhr.

"Wir haben mit den Nettetalern das Heimrecht getauscht", sagt Viersens Trainer Willi Kehrberg. Dem DFB U15-Länderspiel der männlichen Jugend gegen Südkorea ist dieser Tausch geschuldet. "Aber uns ist es momentan eigentlich egal, ob wir zu Hause oder auswärts antreten müssen", sagt der Übungsleiter. Vor rund einem Jahr hat Kehrberg sicherlich anders gedacht, denn da war der 1. FC auswärts einfach nicht zu schlagen.

Doch genau vor dem Derby beim SC Union scheinen die Viersener Kicker wieder auswärts wieder so richtig auf Touren zu kommen. Denn die Rot-Weißen kommen mit der Empfehlung eines 2:0 Sieges beim 1. FC Mönchengladbach in die Christian-Rötzel-Kampfbahn. "Wir sind seit dem Spiel beim GSV Moers auf dem richtigen Weg", bilanziert A-Lizenzinhaber Kehrberg. Vor allem die taktische Umstellung des letztjährigen Erfolgsmodels 4-2-3-1 auf die beiden "klassischen Viererketten" (4-4-2) macht sich bezahlt. Für die Systemänderung macht(e) sich Co-Trainer Wolfgang Brück stark und er überzeugte seinen Chef. Seitdem läuft es wieder rund bei den Rot-Weißen. Und im Falle eines Sieges winkt der Anschluss an den Tabellensechsten Amern (16 Punkte).

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Doch der Tabellennachbar SC Union Nettetal hat sicherlich etwas dagegen. "Wir sind keinesfalls als Favorit anzusehen. Doch eins ist allen klar: Wir brauchen uns an einem guten Tag vor niemandem zu verstecken", sagt Unions Trainer Dieter Hußmanns. Auch wenn Unions Heimbilanz derzeit absolut ausgeglichen ist (zwei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber) ist sich Unions Übungsleiter noch überhaupt nicht sicher, was ihn am Sonntag erwarten wird. Denn überzeugenden Spielen folgten bislang schlechte Auftritte. "Wir müssen endlich einmal eine Anfangsphase ohne frühes Gegentor überstehen. Denn damit bauen wir unsere Gegner jedes Mal auf", kritisiert Hußmanns.

Neben der fehlenden Konstanz in den wöchentlichen Leistungen sicherlich derzeit Unions größtes Manko. Das Trainerteam wird in dieser Woche intensiv daran arbeiten. Doch Hußmanns ist sich sicher, dass seine Spieler auch diesmal wieder im Vergleich mit einer namentlich gut bestückten Mannschaft gut aussehen werden. Ob Abwehrspieler Michael Killich (Neuzugang vom Ligakonkurrenten und Oberligaabsteiger VfR Fischeln) zur Verfügung steht, kann Hußmanns zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Durchaus möglich, dass sich sein Einsatz erst kurzfristig entscheidet.

(sms)