SV Lürrip gefährlich nah an der Abstiegszone

Fußball : Vor dem Tor viel zu harmlos

Bezirksligist SV Lürrip überwintert gefährlich nah an der Abstiegszone.

Ein achter Rang zum Abschluss der vorigen Bezirksliga-Saison weckte natürlich die Hoffnung, es würde beim SV Lürrip weiter aufwärts gehen. Doch schon vor Saisonbeginn wiegelte Trainer Dominik Pasculli ab, es würde eher gegen den Abstieg gehen und behielt Recht.

Saisonverlauf Das Unentschieden gegen Willich zum Saisonauftakt bedeutete Rang sieben und damit die beste Platzierung der laufenden Spielzeit. Zweimal fand sich der SVL auf dem Abstiegsrelegationsplatz 15 wieder. Betrachtet man die Formkurve, fallen die teils enormen Ausschläge auf. Überraschenden Siegen folgten unnötige Niederlagen. Genauso waren auch die Schwankungen innerhalb der Mannschaft, die sich dann auch in den Ergebnissen niederschlugen.

Das war gut Dass das Team besser sein kann, als es die aktuelle Tabellensituation aussagt, belegen die Siege gegen Kleinenbroich, Mennrath oder im Derby gegen Neuwerk. Aber alle Siege gegen die Spitzenteams der Liga wurden zu Hause erzielt. Lobenswert ist, dass trotz der akuten Abstiegsgefahr Ruhe im Verein herrscht.

Das war schlecht Enttäuschende 25 Tore selber erzielt, dabei macht sich vor allem der Weggang von Tobias Busch bemerkbar. Nur Odenkirchen und der TDFV Viersen sind in dieser Kategorie noch schlechter. Und gegen diese beiden Teams holte Lürrip jeweils nur ein Unentschieden. Gegen die ebenfalls unter dem SVL notierten Vorster setzte es sogar eine Niederlage. Gut möglich, dass diese Teams unterschätzt wurden und nur die Höhe des erwarteten Sieges vorher nicht feststand. Aber auch die Spiele gegen die direkten Konkurrenten waren alles andere als herzerfrischend und erfolgreich.

Personalien Problem erkannt, Problem gerbannt. Nur Mittelfeldakteur Ismajl Begani verließ den Verein Richtung Hockstein, spielte aber in der Bezirksliga-Vertretung keine Rolle. Wichtiger sind die beiden Neuzugänge, die eine sinnvolle Verstärkung darstellen. Vom Hohen Busch in Viersen konnte Nejat Kaya verpflichtet werden, der dort für den 1.FC Viersen und auch „Türk-Deutsch“ die Vereinsfarben trug. Und Michael Kerstens Rückkehr an alte Wirkungsstätte (2007 bis 2012) kam letztendlich doch zustande, nachdem ein Wechsel in der Sommerpause nicht geklappt und Kersten sich Jüchen angeschlossen hatte. Sowohl Kaya als auch Kersten sind erfahren genug, um die sehr junge Mannschaft zu führen und beide wissen zudem, wo das Tor steht.

Winterpause Ein erstes Ausrufezeichen war im Zuge der Vorbereitung der 4:2-Erfolg beim Landesligisten Giesenkirchen. Es folgen noch Testspiele in Korschenbroich (26.1., 15 Uhr), Türkiyemspor (31.1., 19.30 Uhr) und Gnadental (2.2., 15 Uhr) bevor es beim Tabellenneunten in Brüggen in der Liga weitergeht.