SuS Schaag wegen Streit mit Fortuna Dilkrath nicht beim Grenzland-Cup dabei

Fußball : Schaag sagt Teilnahme am Grenzland-Cup ab

Fortuna Dilkrath gehört zu den Ausrichtern des Vorbereitungsturniers auf die Fußballsaison. Weil die Schaager sich mit den Dilkrathern bei einem angedachten Spielerwechsel überwarfen, bleiben sie fern.

Fußball-B-Ligist SuS Schaag hat die Teilnahme am Grenzland-Cup abgesagt, der in der kommenden Woche startet. Das Team von Trainer Rainer Bruse sollte in Gruppe D gegen den Dülkener FC und die TSF Bracht antreten. Zwischen Schaag und Mitausrichter Fortuna Dilkrath war es wegen eines Spielers zu Zerwürfnissen gekommen.

Wie SuS-Geschäftsführer Dennis Rösges berichtet, habe ein Dilkrather Spieler bereits im April seine Zusage für einen Wechsel zur kommenden Saison gegeben – sogar in schriftlicher Form. Ungefähr zur gleichen Zeit gab der Spieler jedoch auch Dilkraths Trainer Thomas Richter sein Wort, sich ab Sommer der Bezirksliga-Mannschaft anzuschließen. „Im Nachhinein kam dann raus, dass er auch Gespräche mit Schaag geführt hatte“, berichtet Richter. Nachdem der Spieler sich Ende Mai für einen Wechsel ausgesprochen hatte, habe er ihn kontaktiert und gebeten, „klare Kante zu zeigen“. Aus Dilkrather Sicht verlief dies positiv, denn erneut machte Spieler eine Kehrtwende und erschien Anfang Juni nicht zum Fototermin der Schaager für die kommende Saison. Rösges, der bis heute auf eine Antwort auf eine Mail an die Verantwortlichen der Fortuna wartet, unterstellt diesen, den Spieler unter Druck gesetzt zu haben. So sei Fortunas Reserve-Coach Uwe Höfer an besagtem Tag ebenfalls auf der Platzanlage gewesen, um zu schauen, ob der Spieler auftauche.

Doch offenbar steckt mehr hinter der ganzen Geschichte als ein geplatzter Spielerwechsel. „So etwas passiert heutzutage eben“, sagt Schaags Trainer Rainer Bruse. „Aber wir sind in diesem Fall finanziell in Vorleistung getreten.“ Der Verein habe den Spieler ausnahmsweise in Sachen Führerschein unterstützen wollen. Zwar sei die Summe überschaubar gewesen, das Geld jedoch habe der Spieler bis heute nicht zurückgezahlt. Lange Zeit habe man in Schaag darüber diskutiert, ob man beim Grenzland-Cup antrete, sich letztlich aber dagegen entschieden. „Für die VSF Amern und den SC Waldniel tut es uns leid, aber unter diesen Umständen sind wir nicht daran interessiert, Fortuna Dilkrath mit unserer Teilnahme zu unterstützen“, betont Dennis Rösges.

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