Fußball : Süchteln verpasst zweiten Sieg

Der Landesliga-Aufsteiger war in der ersten Halbzeit im Tiefschlaf und geriet gegen Hilden-Nord verdient in Rückstand. Erst mit dem Ausgleich durch Joker Banasch wurde der ASV wach und war dem Sieg nahe.

Gegen den bisher ungeschlagenen SV Hilden-Nord holte der ASV Süchteln einen Punkt beim 1:1. Doch die folgende Unzufriedenheit spricht für das Süchtelner Selbstvertrauen. "Man kann aufgrund der schwachen ersten Halbzeit mit dem Punkt zufrieden sein, doch letztendlich war mehr drin", resümierte Spielertrainer Yannik Meurer.

Der ASV lief mit genau der Mannschaft auf, die Mittwoch den ersten Saisonsieg gegen Lürrip erreichte. Doch den Schwung a konnten die Gastgeber nicht mitnehmen. "Wir wurden einfach nicht wach. Ein Kollektivausfall der gesamten Mannschaft", so urteilte Meurer über die ersten 45 Minuten des ASV. Die Gäste nutzten die anfänglichen Unsicherheiten bei den Süchtelnern aus und gingen nach elf Minuten in Führung. Nach einem langen Ball in den Rücken der Süchtelner Abwehr standen zwei Hildener frei vor Torwart Tobias Stoll, Sven Köppen war es letztendlich, der die Gäste in Führung brachte. "Eigentlich haben wir uns auf die langen Bälle von Hilden-Nord gut vorbereitet. Doch in der ersten Halbzeit klappte einfach nichts. Zudem haben wir alle gesehen, dass mindestens ein Hildener im Abseits stand", ärgerte sich Meurer nach dem Spiel. Bis auf eine Chance von Dennis Homann kurz vor dem Gegentreffer lief beim ASV wenig zusammen. Auf der anderen Seite versuchte es Hilden-Nord weiterhin mit langen Bällen, doch spätestens bei der Süchtelner Innenverteidigung war Endstation.

"In der Kabine wurde es laut. Wir haben uns gegenseitig motiviert und wollten das Spiel unbedingt noch drehen", sagte Yannik Meurer. Das merkte man dem Süchtelner Team sofort an. Nicht einmal eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt, da schlug der Ball im Netz der Hildener ein. Martin Banasch, der erst in der Pause für Mounir Ben Moussa eingewechselt wurde, zog von der linken Seite aus ins Zentrum, wo er freie Bahn hatte und aus 20 Metern den Ausgleich erzielte. "Das Traumtor von Martin war die Initialzündung für die ganze Mannschaft", befand Meurer. So war es auch: Der ASV spielte nun befreiter auf und war lange am Drücker, von Hilden-Nord war kaum noch etwas zu sehen. Doch zu oft scheiterte man an der Defensivabteilung der Gäste. "Der letzte Pass hat oft gefehlt, sonst hätten wir heute gewonnen", sagte Meurer. Beinahe aber hätte Hilden mit der einzigen Offensivaktion in der zweiten Halbzeit die drei Punkte mit nach Hause genommen, doch Fatih Gecgel konnte den Ball nicht im leeren Tor unterbringen.

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"Am Ende war bei beiden Teams die Luft raus. Leider konnte auch die Einwechslung von Philipp Hilleke keinen Schwung mehr verleihen", erkannte Yannik Meurer, der mit seinem Team am kommenden Mittwoch im Kreispokal die Hürde Polizei SV überwinden will.

(RP/ac)
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