Fußball: Stürmerin mit großer Heimatverbundenheit

Fußball : Stürmerin mit großer Heimatverbundenheit

Christina Backhaus ist mit den Fußballerinnen des TSV Kaldenkirchen optimal in die neue Saison der Landesliga gestartet. Am 3:1-Sieg bei Eintracht Duisburg hatte sie entscheidenden Anteil.

Nettetal Mit einigen Vorschusslorbeeren war Christina Backhaus bei den Fußballerinnen des TSV Kaldenkirchen in die vorige Landesliga-Saison gestartet. Dass sie diese nach den 25 Toren in der Spielzeit 2014/15 nicht bestätigen konnte, gibt sie unumwunden zu: "Ich bin hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Warum das so war, weiß ich nicht. Vielleicht war ich durch den Erfolg verwöhnt." Nun scheint die 25 Jahre alte Angreiferin nach nur neun Toren in der Vorsaison ihren Torriecher aber wiedergefunden zu haben: Mit zwei Treffern ebnete sie den Weg zum 3:1-Auftaktsieg bei Eintracht Duisburg.

Für Backhaus die Bestätigung einer guten Vorbereitung: "Wir haben auch in den Testspielen schon gut gespielt. Gerade weil wir auch einige Ausfälle hatten, ist es bemerkenswert, dass wir das so gut kompensieren können." Dass auch sie dabei mit Leistung vorangehen konnte, sei umso schöner gewesen: "Natürlich fühlt es sich gerade für eine Stürmerin immer noch besser an, wenn man selber etwas Zählbares beitragen kann." Wobei sie sich auch auf ihre Mitspielerinnen beruft: "Meine Tore waren wirklich sehr stark vorbereitet. Generell glaube ich, dass wir als Mannschaft alle sehr gut im Spiel gewesen sind. Die Einstellung hat gestimmt." So schob Backhaus den Ball nach einer halben Stunde zur Führung ein, war am 2:1 durch Melanie Leuf ebenfalls entscheidend beteiligt und sorgte mit ihrem zweiten Treffer zum 3:1-Endstand nach 79 Minuten schließlich für die Entscheidung.

Nachdem der TSV in den vergangenen vier Spielzeiten stets unter den Top vier landete, sei ein Aufstieg auch in diesem Jahr kein Muss: "Wir treten in diesem Jahr in einer neuen Gruppe an, daher ist das für uns ein Überraschungspaket. Natürlich möchte man sich im Vergleich zum Vorjahr immer verbessern, wir müssen aber erst einmal die neuen Gegner kennenlernen. Wenn wir jetzt zu 100 Prozent den Aufstieg als Ziel ausgeben würden, wäre das wahrscheinlich ein bisschen zu viel des Guten." Eine kleine Spitze an die (ehemalige) Konkurrenz kann sie sich nicht verkneifen: "Mannschaften wie TuSA Düsseldorf propagieren ja auch Jahr für Jahr den Aufstieg, ohne dass es hilft."

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Backhaus, die in der Marketing-Abteilung eines Mobilfunk-Unternehmens arbeitet und ursprünglich aus dem Nachwuchs der DJK Dilkrath stammt, fühlt sich nach fünf Jahren in Kaldenkirchen inzwischen heimisch: "Ich komme aus Dilkrath, deswegen wird das auch immer mein Heimatverein bleiben, in dem ich auch noch viele Freunde habe. Trotzdem ist der TSV Kaldenkirchen jetzt mein Verein, in dem ich mich sehr wohl und mittlerweile auch zu Hause fühle."

(cpas)
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