Stadtmeisterschaften im Schach in Mönchengladbach und Viersen

Schach : Spannende Finalrunden bei Stadtmeisterschaften

Sowohl in Mönchengladbach als auch in Viersen fielen die Entscheidungen um die Schach-Titel erst am letzten Tag.

Es ist die große Zeit der Schach-Stadtmeisterschaften. Sowohl in Mönchengladbach als auch im benachbarten Viersen wurden am Wochenende die neuen Titelträger ermittelt. Im Mönchengladbach wiederholte Markus Reinke seinen Vorjahressieg, bei den offenen Meisterschaften in Viersen gewann erstmals Michael Glinzk.

Für Markus Reinke sicherte sich bei dem Turnier über sieben Runden bereits der sechsten Sieg. Der 48-Jährige Rheydter, der für den Düsseldorfer SK spielt, musste sich aber ziemlich strecken. Denn neben dem Dauerrivalen Thomas Krause vom Mönchengladbacher SV machten diesmal der immer stärker werdende Jan Ophüls von Turm Rheydt und mit Dmitrijus Chocenka ein neuer, aus Russland zugezogener Gladbacher Bürger, das Titelrennen ungewöhnlich spannend. Chocenka, Fide-Meister und mit einer Wertungszahl von 2305 topgesetzt, gewann auch wirklich alle Partien relativ klar. Nur eben die eine gegen Reinke nicht, als er in der vierten Runde im 39. Zug und kurz vor dem Matt aufgeben musste. Er wurde Zweiter. Reinke dagegen leistete sich nur ein einziges Remis gegen den späteren Dritten Jan Ophüls in Runde sechs. So entschied mal wieder in der letzten Runde das Duell Reinke gegen Krause über den Titel. Im 40. Zug gab Krause kurz vor dem Matt eine Partie unter Freunden auf.

Nur 25 Spieler, davon je einer aus Viersen und Erkelenz, nahmen an dem vom Rheydter Schachverein ausgetragenen Turnier teil. Allerdings wiesen allein fünf Denksportler eine Wertungszahl von über 2000 auf. „Schach bleibt in der Stadt eine feste Größe, auch wenn die beiden Rheydter Vereine zurzeit Probleme haben. Der Mönchengladbacher Schachverein wächst“, sagte Thomas Krause vom Stadtsportbund, und weist auf das Ergebnis des besten Jugendlichen hin: Matthias Lorse, 15, wurde Turnier-Fünfter, gleichauf mit dem Senioren-Stadtmeister Karl-Heinz Schneider. Bei den offenen Stadt-Blitzmeisterschaften siegte übrigens nicht Dauer-Titelträger Johannes Ingenerf vom Rheydter Schachverein. Er wurde vom bei Herford spielenden Frank Bellers nach elf Runden um einen Punkt distanziert.

Michael Glinzk ist Viersener Stadtmeister. Foto: Privat

Die 28. offenen Viersener Schach-Stadtmeisterschaften bei BWC Viersen gingen mit einem spannenden Finale zu Ende. Vier Akteure lagen vor dem letzten Spieltag punktgleich an der Tabellenspitze. Michael Glinzk und Christoph Hollender, die beide noch nie Viersener Stadtmeister waren, beendeten auch die letzte Partie mit einem Sieg. Sie standen nun als punktgleiche Tabellenführer fest.

Glinzk, der schon öfter Willicher Stadtmeister war, stand schließlich durch die Zweitwertung als Stadtmeister fest. „Wenn man wie ich seit Jahren oben mitspielt, ist die Freude besonders groß, wenn es dann mal tatsächlich klappt“, sagte der 60-Jährige. „Das ist ein weiterer schöner Erfolg in meiner langjährigen Zeit als Schachspieler. Und ich freue mich, weil Concordia Viersen seit über 20 Jahren mein Heimatverein ist.“