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Sportlerin des Monats März: Annika Rennett aus Waldniel

Sportlerin des Monats im Kreis Viersen : Langes Bangen mit einem DM-Titel belohnt

Die 15 Jahre alte Bogenschützin aus Waldniel siegte nicht nur zum elften Mal auf nationaler Ebene, sondern holte auch einen Rekord.

Noch kurz bevor der gesamte Wettkampfsport wegen des Coronavirus fast komplett zum Erliegen kam, hat Bogenschützin Annika Rennett einen wichtigen Titel eingefahren. Die Waldnielerin ist in Groß-Zimmern Deutsche Hallenmeisterin der Juniorinnenklasse in der Klasse Recurve geworden. Damit hat sie sich den Monatstitel bei der Sportlerwahl unserer Zeitung redlich verdient.

Nach zwei Wettkampftagen stand Rennett am Ende als neue Titelträgerin des Deutschen Feldbogen Sportverbandes (DFBV) fest. Dabei schoss die Bogenschützin aus der Gemeinde Schwalmtal mit 558 Ringen einen neuen deutschen Rekord, indem sie die alte Bestmarke gleich um sechs Ringe übertraf. „Der erste Tag begann für mich ein wenig holprig. Ich hatte mit 275 Ringen einen Rückstand von sechs Ringen zur Erstplatzierten aufzuholen“, sagte Annika Rennett. Tags darauf lief es für sie schon wesentlich besser. „In der zweiten Hälfte griff ich nochmal an und mobilisierte alle meine Reserven.“ Trotz des Rekords wusste sie aber letztlich nicht, wo sie stand. Schließlich schoss ihre schärfste Kontrahentin erst im nach ihr folgenden Durchgang. Sie musste bangen und hoffen, dass es schließlich doch gereicht hat. „Das machte diese Meisterschaft nervenaufreibend und spannend“, meinte Rennett. Als kurz vor der Siegerehrung die Ergebnislisten ausgehängt wurden, hatte sie Gewissheit über ihren bereits elften DM-Titel

„Um mental und technisch fit zu sein und zu bleiben, trainiere ich zweimal die Woche im Krefelder Sportschützenkorps mit meiner Trainerin Meike Räder“, erklärt die 15-Jährige. Darüber hinaus absolvierte sie im Vorfeld der DM Trainingseinheiten im Landeskader des Rheinischen Schützenbundes. Rennett hatte auch die Limit-Ringzahl erfüllt für die Teilnahme bei der Deutschen Hallenmeisterschaft des Deutschen Schützenbundes Mitte März in der Freiheitshalle in Hof. Doch sie entschied sich für die Teilnahme an den parallel stattfindenden Hallen-Europameisterschaften im nordirischen Lisburn, doch dieser Wettkampf fiel letztlich wegen des Coronavirus aus. International war sie schon 2017 sehr erfolgreich unterwegs. Da kehrte sie als Weltmeisterin der Schülerinnen mit drei Rekorden aus Italien zurück. Ein Jahr später ließ sie sich als Jugend-Europameisterin mit neuem Rekord feiern

Rennett startet ihre sportliche Karriere vor sieben Jahren bei einem Kindergeburtstag, als sie das Bogenschießen ausprobierte: „Ich fand das total cool. Das ist meine Sportart, und ich bekam viel Spaß daran. Ich schloss mich den Patschel-Bognern der Bogensportabteilung von SV Gut Schuss Brüggen-Born an.“ Aufgrund ihrer steigenden Form und ihrer Erfolge kam die Schülerin der zehnten Klasse an der Gesamtschule Hardt, die ab Sommer zum Berufskolleg Rhein-Maas in Willich wechselt, vor drei Jahren in den Landeskader des Rheinischen Schützenbundes. „In Willich kann ich mein Abitur mit Schwerpunkt Sport machen“, erzählt Annika Rennett.

Die Sportlerwahl des Monats ist eine gemeinsame Aktion der Sparkasse Krefeld, der NEW, des Kreissportbundes und der Rheinischen Post.