Sportlerin des Monats: Alexandra Schwartze vom OSC Waldniel

Sportlerin des Monats : Vier DM-Titel in einer Saison gesammelt

Die Athletin vom OSC Waldniel ist die überragende AK55-Langstreckenläuferin in Deutschland.

Das hat bisher noch keine Seniorin des OSC Waldniel geschafft: Vier Deutsche Meistertitel in einer Saison im Langlauf zu holen. Alexandra Schwartze holte in der Altersklasse ab 55 Jahren die Meisterschaften im Halbmarathon, über 5000 Meter auf der Bahn, über 10000 Meter auf der Bahn und über zehn Kilometer auf der Straße. Paul Offermanns sprach mit der 54-Jährigen über ihre Erfolge und Perspektiven.

Sie sind noch nie verletzungsfrei über eine Saison gekommen. Wieso ist es Ihnen dieses Mal gelungen?

Schwartze Ist das bei mir jetzt einfach nur Glücksache gewesen? Auf jeden Fall ist es für mich gut gelaufen. Ich machte wenige Wettkämpfe und konzentrierte mich in erster Linie auf die nationalen Meisterschaften. Das hat bei mir funktioniert.

Es steht als Belohnung einer erfolgreichen Saison ein internationaler Wettkampf bevor.

Schwartze Ich bekam vom Deutschen Leichtathletik-Verband eine Einladung zur internationalen Senioren-Challenge Frankreich-Belgien-Germany. Ich kannte diese Veranstaltung vorher nicht. Sie findet bereits zum zehnten Male statt. In den letzten drei Jahren errang die deutsche Mannschaft jeweils den Gesamtsieg. Sie ist am kommenden Samstag im saarländischen Rehlingen, einen Tag vor meinem 55. Geburtstag.

Welche Strecke laufen Sie da?

Schwartze 3000 Meter. Diese Strecke ist nicht unbedingt meine Welt. Auf jeden Fall ist es schön, an einem internationalen Vergleich mit Gleichaltrigen im Nationaltrikot teilnehmen zu können. Ich freue mich total darauf, gegen Läuferinnen anderer Nationen antreten zu können.

Kam bei Ihnen nie der Gedanke auf, bei internationalen Titelkämpfen zu starten, wie etwas bei Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften der Senioren?

Schwartze Ich bin eigentlich noch nie auf diese Idee gekommen, aber ich sehe mal, was sich im kommenden Jahr ergibt, wenn ich weiterhin verletzungsfrei bleibe.

Aber Sie liebäugeln doch wieder mit einem Marathon.

Schwartze Das entscheide ich erst Mitte Oktober nach einem Halbmarathonlauf, ob ich dann gegebenenfalls beim Frankfurt Marathon starte, den vor acht Jahren mit meiner Zwillingsschwester Judith gelaufen bin. Meine Zeit war damals 3:05 Stunden. Marathon laufen ich nicht wie ein Zehn-Kilometer-Rennen. Das laufe ich nicht mal so eben, davor habe ich großen Respekt.

Wo liegt eigentlich das Erfolgsrezept, verletzungsfrei diese Leistungen zu bringen?

Schwartze Das ist bei mir die große Erfahrung, viel Training und ohne Leistungsdruck laufen zu können. Ich mache viele Lauftraining, aber auch andere Sportarten gehören bei mir dazu wie Radfahren, Schwimmen und Spinning. Und ich mache dazu auch noch eine spezielle Gymnastik für meine körperliche Fitness.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Schwartze Ich habe den Ehrgeiz, noch einmal alle Zeiten in der Altersklasse zu unterbieten, die ich bisher gelaufen bin. Da wäre beispielsweise Halbmararathon in 1:27 Stunden. Und wenn ich noch einmal Marathon laufen sollen, erhoffe ich mir da einen schönen Erlebnislauf. Von einer Zeit will ich erst einmal hier gar nicht reden.

Die Sportlerwahl des Monats ist eine gemeinsame Aktion der Sparkasse Krefeld, der NEW, des Allgemeinen Krankenhauses Viersen, des Kreissportbundes und der RP.

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