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Sportler des Monats: Robin Borghans vom OSC Waldniel

Sportler des Monats : Mit der richtigen Belastungssteuerung zum Erfolg

Robin Borghans vom OSC Waldniel holte sich den Gesamtsieg bei der NEW-Laufserie. Letztlich standen drei Tageserfolge zu Buche.

Nachdem Robin Borghans vom OSC Waldniel im vorigen Jahr auf Platz zwei in der Gesamtwertung der NEW-Serie gelaufen war, holte er sich dieses Mal den Sieg. Nach den Zehn-Kilometer-Siegen beim Ra(h)ser Run und beim Citylauf in Erkelenz gewann er kürzlich auch das Finale beim NEW-Volksbadlauf in 32:41 Minuten. Der 24-Jährige besiegte dabei den NRW-Meister über 10.000 Meter, den Neusser Habtom Tedros mit neun Sekunden Vorsprung. Robin Borghans freute sich über die 300 Euro Siegprämie für die Serie und 100 Euro für den Tagessieg.

„Ich bin sehr schnell angegangen, Habtom versuchte, kurz mitzugehen. Unterwegs fragte ich Helfer an der Strecke nach dem Abstand zu ihm, der immer zwischen 75 und 100 Meter und bis Schluss noch 50 Meter betrug“, erzählte Robin Borghans. „Dieser Sieg gab mir sehr viel Selbstvertrauen, dass ich mich mit meinem derzeitigen Training auf dem richtigen Weg befinde.“ Für den Brempter wurde diese Saison die Beste. „Endlich konnte ich die Trainingsleistung auf den Wettkampf übertragen. Letztes Jahr war ich häufig erkältet. In dieser Saison hatte ich alles besser unter Kontrolle, mein Training konnte ich durchziehen und die Leistung besser halten.“ Sein Trainer ist sein Vater Bert Borghans, der als Physiotherapeut die niederländischen Eisschnellläufer bei den bislang letzten Olympischen Winterspielen betreute und zu seiner Zeit ebenfalls ein erfolgreicher Läufer war.

 Robin Borghans in Kenia bei seiner Arbeit als Physiotherapeut.
Robin Borghans in Kenia bei seiner Arbeit als Physiotherapeut. Foto: Borghans
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„Alle seine vor rund 25 Jahren erzielten Zeiten sind besser als meine. Er hält somit noch alle Hausrekorde. Mein Plan ist aber, sie alle zu knacken“, sagt Robin Borghans Bevor er über Papa zum Laufen kam, war Robin Borghans im Kampfsport Karate unterwegs (bis zum 2. Kyu). Er lief als Zwölf-/13-Jähriger so zweimal um den Hariksee. „Das machte da schon großen Spaß.“ Er vergrößerte das Trainingspensum und war so weit vorbereitet, um vor fünf Jahren den Zehner bei Kö-Lauf schon in einer 36-iger Zeit zu laufen.

Über seine damalige Freundin Nicola Orths lief er dann wettkampforientiert im OSC Waldniel. „Seitdem entwickelte ich mich immer mehr, bis dahin, wo ich heute stehe“, sagt Robin Borghans, der U23-Nordrheinmeister über zehn Kilometer von 2016. Der studierte Physiotherapeut, der in der Praxis seines Vaters in Amern arbeitet, macht auch Musik bei Freiweg Oberkrüchten als Klarinettist und hilft dort im Vorstand als Kassierer. Im „Wunderläuferland“ Kenia war er als Praktikant für sein Studium und ein anderes Mal zum Training. Da traf er auf den Deutschen Spitzenläufer Arne Gabius, den er behandelte. „Im kommenden Januar bin ich dort für drei Wochen zum Wintertraining als Vorbereitung für die neue Saison“, erklärt Borghans Er will seine Zeiten verbessern - insbesondere auf den Distanzen fünf und zehn Kilometer. Und das ist sein Geheimnis des Erfolges: „Eine gute Mischung aus Training und Regeneration herstellen und meinem Körper genug Pause zu geben, um sich zu erholen.“

Die Sportlerwahl des Monats ist eine gemeinsame Aktion der Sparkasse Krefeld, der NEW, des Kreissportbundes und der Rheinischen Post.