Sportler des Monats: Melih Karakas vom TDFV Viersen

Sportler des Monats : Den TDFV in die Bezirksliga geschossen

Der 24-Jahre alte Dülkener war in der abgelaufenen Saison mit 25 Treffern der beste Torjäger der Kreisliga A.

Für den TDFV Viersen endete die abgelaufene Spielzeit mit dem maximalen Erfolg, dem Aufstieg in die Bezirksliga. Entscheidenden Anteil daran hatte Melih Karakas. Obwohl als Mittelfeldspieler gelistet, setzte er sich mit 25 Treffern laut dem Fußballportal Fupa in der Kreisliga A des Fußballkreises Mönchengladbach/Viersen die Torjägerkrone auf.

Der 24-jährige, der am Dienstag seine Ausbildung zur Fachkraft für Lager und Logistik beendete, gilt beim TDFV als Spieler mit Vorbildfunktion: Ehrgeizig, mit Siegeswillen ausgestattet, Instinkt und Disziplin. Neben den Torjägerqualitäten sticht er auch durch seine Spielübersicht heraus, er hat das Auge für besser postierte Mitspieler. 15 Vorlagen sind dafür ein klarer Beleg. Aber auch ein gegensätzlicher Typ soll er sein. Im privaten Leben eher ruhig, wirkt er im Spiel des Öfteren nach Provokationen mal hitzköpfig, die ihm einen Platzverweis einbrachten. Weitere positive Eigenschaften, wie eine rege Trainingsbeteiligung, werden ihm auch bescheinigt. So hat er auch keine Probleme damit, die sechs Kilometer von seinem Wohnort Dülken zum Training am Hohen Busch auch mal zu Fuß zurückzulegen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt..

Karakas sieht sich selber als lebenslustiger Mensch, der sich nicht aus der Masse hervorhebt. Er kennt seine eigenen Stärken und Schwächen und rechnet sich zu den familiären Menschen. Seinen Traum Profi zu werden, hat er noch nicht abgeschrieben. Nach seinem Abschied vom 1. FC Viersen war er schon mal dicht dran, als er in der Spielzeit 2015/2016 beim damaligen Regionalligisten FC Wegberg-Beeck anheuerte. Nach eineinhalb Spielzeiten beim TDFV wird Karakas nun zum Landesligisten Fischeln wechseln, um dort seine nächste Mission zu erfüllen, die da Wiederaufstieg lautet. „Für mich gibt es nur eine Richtung, nach oben. Abstieg gibt es in meinem Vokabular nicht“, meint er mit einem Schmunzeln.

So gesehen war „Türk-Deutsch“ nur eine weitere Zwischenstation auf seinem Weg, der von der B-Juniorenbundesliga bei Borussia Mönchengladbach über die A-Juniorenbundesliga beim Wuppertaler SV und Paderborn über den 1.FC Viersen (Landesliga) und St. Tönis (Bezirksliga) bis in die Kreisliga A hinunterreicht. Karakas sieht im TDFV einen sehr professionell geführten Verein mit einem spielstarken Team und einem Trainer, der neue Impuls brachte. Von Vorstandsseite aus wird sein Weggang sehr bedauert, doch sollte er eines Tages den Weg zurück finden, „stehen ihm alle Türen offen“, wie TDFV-Geschäftsführer Ilhan Inal erklärte. Vielleicht kehrt er In ferner Zukunft auch als Trainer zurück. Denn Karakas würde gerne auch seine gesammelten Erfahrungen weitergeben.

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