Spitzentennis beim Gladbacher HTC und HTC Krefeld

Tennis : In direkter Nachbarschaft wird Spitzentennis geboten

Am Sonntag steht der erste Spieltag in der Tennis-Bundesliga auf dem Programm. Der Gladbacher HTC und der HTC BW Krefeld sind dabei.

Die Medensaison der Freizeitspieler ist auch im Grenzland vorbei, so dass für die Tennisfans aus dem Grenzland an den Wochenenden mehr Zeit vorhanden sein sollte, sich auch mal Spitzentennis anzuschauen. Das geht im Fernsehen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, aber auch fast direkt vor der Haustür. Denn am Wochenende startet die Tennis-Bundesliga, und in Gestalt des Gladbacher HTC und BW Krefeld sind gleich zwei Mannschaften in direkter Nachbarschaft mit von der Partie. Und gleich zum Auftakt will es der Spielplan so, dass die beiden Niederrheinrivalen aufeinandertreffen. Los geht’s am Sonntag um 11 Uhr auf der Anlage an der Krefelder Hüttenallee.

Die Bundesliga genießt mittlerweile nicht nur in Deutschland großes Ansehen. Besonders die Fans aus den Nachbarländern schielen neidisch über die Grenze, wo viele ihrer Stars aufschlagen. Die Zahl der Weltklassespieler, die am Stichtag nach den French Open für die Aufstellung der Bundesligateams zu den Top 100 gehören, steigt von Jahr zu Jahr. Daher wird jetzt vor dem Start allgemein von der besten Liga aller Zeiten gesprochen.

Zum engeren Favoritenkreis gehören neben dem amtierenden Meister Grün-Weiß Mannheim auch der Gladbacher HTC, Kurhaus Aachen und ebene die Krefelder. Damit wird das Stadtwaldteam bei den Experten bereits zum dritten Mal als Mitfavorit gehandelt. „In unserem Saison-Magazin steht die Überschrift, dieser Kader kann Großes erreichen. Das hoffe ich natürlich. Immer wieder fällt auch das Wort Meisterschaft. Ich sehe das absolut neutral. Die Liga ist derart stark. Die Teams sind sehr ausgeglichen. Vom Gesamt-Ranking der Spieler sind wir nur die Nummer vier“, sagt Olaf Merkel. Grund zum Tiefstapeln gibt es für den erfahrenen Teamchef nicht. Seit 2016 wird jedes Jahr zu Recht vom stärksten Blau-Weiß-Team aller Zeiten gesprochen. Das gilt auch jetzt wieder. Denn besonders in der Breite verhalf Merkel seinem Team mit viel Fingerspitzengefühl und Überredungskunst zu mehr Qualität. „Entscheidend kann am Ende sein, welche Clubs von den Positionen fünf bis zehn am stärksten aufgestellt sind. Denn die Top-100-Leute stehen aus verschiedenen Gründen nicht immer zur Verfügung“, sagt der Teamchef. Und gerade im Bereich fünf bis zehn hat er sein Team gezielt verstärkt.

Dank des neuen Sponsors Timberland Finance aus Krefeld sowie der treuen Sponsoren und der Mitglieder vom „Freundeskreis Bundesliga“ ist der Etat für diese Saison gesichert. Auch die guten Zuschauerzahlen der vergangenen beiden Jahren taten der Kasse sehr gut. Daher hoffen die Verantwortlich erneut auf die zahlreiche und tatkräftige Unterstützung von den Rängen. Das aktuelle Aufgebot dürfte im Stadtwald erneut für volle Naturtribünen sorgen. Die Reihe der Weltklassespieler führt diesmal der Chilene Christian Garin an, der in diesem Jahr in der Weltrangliste im Eiltempo die Top 50 erreicht hat und im Ranking an der bisherigen Krefelder Nummer eins Marco Cecchinato vorbeigezogen ist. Bei den Neuverpflichtungen setzte Olaf Merkel auf eine Mischung aus jungen und aufstrebenden Spielern wie Stefano Travaglia und Gianluca Mager und Routiniers wie Leonardo Mayer und Simone Bolelli. Weiter bauen kann der Teamchef auch auf Publikumsliebling Paolo Lorenzi und Blau-Weiß-Urgestein Jürgen Melzer. Der Österreicher spielt auf der ATP-Tour nur noch Doppel. Das soll künftig für ihn auch im Stadtwald gelten. „Zur Not kann er für uns aber auch noch ein Einzel bestreiten“, sagt Olaf Merkel.

Der Gladbacher HTC geht mit folgendem Kader in die Saison: Philipp Kohlschreiber, Marton Fucsovics (Ungarn), Robin Haase (Niederlande), Albert Ramos-Vinolas (Spanien), Jiri Vesely (Tschechien), Adrian Menendez (Spanien), Guillermo Garcia Lopez (Spanien), Andrej Martin (Slowakei), Aleksandr Nedovyesov (Kasachstan), Daniel Gimeno-Traver (Spanien), Matteo Donati (Italien), Franko Skugor (Kroatien), Roman Jebavy (Tschechien), Tim Sandkaulen, Max Wiskandt, David Tesic

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