Spieler des Tages: Lars Heines vom TSV Kaldenkirchen

Spieler des Tages : Führungskraft gibt sich bescheiden

Lars Heines schnürte einen Dreierpack für den A-Ligisten TSV Kaldenkirchen.

Nach vier sieglosen Spielen in Folge hat der TSV Kaldenkirchen in der Fußball-Kreisliga A mit einem 6:3-Erfolg beim Hülser SV wieder in die Spur zurückgefunden. Garant für den Erfolg war Lars Heines, der drei Treffer und einen Assist beisteuerte.

Dabei ist der 23-Jährige eigentlich gar nicht unbedingt für seine Torgefahr, sondern für seine Vorlagen bekannt. In der vergangenen Saison etwa, als der TSV den Wiederaufstieg in die Bezirksliga knapp verpasste, standen nach 30 Einsätzen elf Torerfolge und 19 Vorlagen zu Buche. „Es gibt Tage, da will der Ball nicht rein und dann gibt es Tage, da fallen gleich drei rein – und so einer war am Freitag“, sagt Heines. Wie üblich beackerte er die rechte Seite und sorgte so immer wieder für Gefahr. Und gerade zum Ende der Partie wurde seine Unermüdlichkeit wichtig, als er nach dem Hülser Anschlusstreffer Tom Büsen bediente und in der Nachspielzeit noch seinen Dreierpack schnürte. Dass dies aber nicht immer funktionieren kann, weiß der Rechtsfuß. „Wir kassieren im Moment einfach zu viele Gegentore“, bemängelt er. „Aber nach den zahlreichen Abgängen im Sommer hatte ich mit Rückschlägen gerechnet.“

Gleich acht Spieler, fast ausnahmslos Stammkräfte, hatten den Tabellendritten verlassen, kein neuer war gekommen. Ein Umstand, der aus Heines‘ Sicht nicht so einfach zu verkraften ist. Trotz der Tatsache, dass die diesjährige Kreisliga A an der Spitze etwas ausgeglichener scheint, schraubt er die Erwartungen daher zurück: „Wir haben einen extrem dünnen Kader und müssen erst einmal schauen, dass wir nicht unten reinrutschen. Am Ende wäre ich zufrieden, wenn wir irgendwo zwischen Platz drei und sieben landen.“

Es ist vielleicht auch diese klare Sicht auf die Dinge, die ihn zu einem unabdingbaren Teil der Mannschaft macht. Heines spielt schon sein ganzes Leben lang für den TSV und ist als Vizekapitän eine Führungskraft. „Es fühlt sich gut an, einen gewissen Stellenwert zu haben, und deshalb kam es für mich eigentlich nie in Frage, den Verein zu verlassen“, erklärt er. Und doch könnte genau dies in absehbarer Zeit geschehen, denn nach seinem Studium im Bereich Logistik befindet er sich derzeit auf Jobsuche. „Und es ist nicht so einfach, etwas Passendes in der Nähe zu finden.“ Die Kaldenkirchener werden alle Daumen drücken, dass sich doch noch unverhofft eine Möglichkeit auftut.

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