Spieler des Tages: Gerrit Lenssen von Union Nettetal II

Spieler des Tages : Mit 22 Jahren schon fast ein altes Eisen

Im jungen A-Liga-Kader der Union-Reserve gehört Gerrit Lenssen schon zu den erfahreneren Fußballern. Mit seinen Toren will er möglichst zum Aufstieg beitragen. Zwei schoss er jüngst gegen Waldniel II.

Etwas mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass Gerrit Lenssen von seinem Fußball-Heimatverein SV Grefrath in die zweite Mannschaft des SC Union Nettetal wechselte. Seitdem schreibt er dort seine ganz persönliche Erfolgsstory. Unter Uwe Hollenbenders wurde er auf Anhieb Stammspieler und hatte mit 21 Treffern und 18 Vorlagen maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Kreisliga A. Und auch dort sorgte er mit seinem Team für Furore, erzielte 17 Tore und gab zwölf Assists. Dass es nicht zum direkten Durchmarsch in die Bezirksliga reichte, lag an einem kollektiven Leistungseinbruch nach der Winterpause, denn im Dezember war die Nettetaler Reserve noch punktgleich mit dem späteren Meister und Aufsteiger Dülkener FC gewesen.

„Nach einer solchen Saison muss es in diesem Jahr unser Ziel sein, so lange wie möglich oben dranzubleiben und nach Möglichkeit am Ende aufzusteigen, um einen vernünftigen Unterbau für die Oberliga-Mannschaft zu bilden“, erklärt Lenssen. „Die Absteiger sind zwar traditionell stark einzuschätzen - wobei sich Schiefbahn und die erste Mannschaft des SC Waldniel momentan schwertun - und auch Vorst oder Schiefbahn traue ich einiges zu, aber dafür gibt es ja wieder zwei Aufstiegsplätze.“ Und nach sechs Spieltagen sind die Nettetaler auf Kurs. 15 Punkte bedeuten Platz drei hinter Absteiger TSV Kaldenkirchen und dem SV Vorst, der am zweiten Spieltag auf der heimischen Christian-Rötzel-Kampfbahn mit 3:1 besiegt wurde. Am vergangenen Sonntag aber taten sich die Unioner gegen den punktlosen Absteiger Waldniel II schwer, lagen zunächst sogar zurück, ehe das Spiel komplett in die andere Richtung kippte. Doch nach dem 5:2 nach einer Stunde schaltete die Hollenbenders-Auswahl gleich mehrere Gänge zurück und ließ die SCW-Reserve auf 4:5 herankommen.

„Wir sind ziemlich unzufrieden mit dem Spiel. Wir haben gegen einen limitierten Gegner gespielt, an dessen Niveau wir uns angepasst haben. Im Endeffekt zählen aber die drei Punkte“, sagt Lenssen. Weil Kapitän und Co-Trainer Philipp Hollenbenders zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatte, führte der Spielmacher sein Team als Stellvertreter bereits zum vierten Mal mit der Binde aufs Feld. Seine bisherige Bilanz kann sich dabei sehen lassen: Mit bereits neun Treffern ist er auf einem guten Weg, seine Bestmarke aus der Saison 2016/17 zu überbieten.

„Als einer der Älteren in der Mannschaft übernimmt man fast automatisch Verantwortung, aber natürlich ist es noch einmal etwas anderes, wenn du tatsächlich Kapitän bist. Das gibt mir das Selbstbewusstsein, das ich für mein Spiel brauche“, sagt der Student der Kommunikations- und Medienwissenschaften. Mit 22 Jahren gehört er im blutjungen Nettetaler Kader schon fast zum alten Eisen.