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Handball: Spielabbruch beim TSV Kaldenkirchen

Handball : Spielabbruch beim TSV Kaldenkirchen

In der Partie der Handball-Verbandsliga erlitten zwei Akteure aus Vennikel schwere Verletzungen.

Der Handball trat am Samstag in den Hintergrund. Das Spiel zwischen dem gastgebenden TSV Kaldenkirchen und der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen in der Verbandsliga wurde in der 38. Minute beim Stand von 19:12 für den TSV auf Wunsch der Gäste abgebrochen, nachdem zum zweiten Mal der Rettungswagen hatte gerufen werden müssen. Beide Male waren Akteure der Gäste nach Abwehraktionen betroffen.

In der ersten Hälfte erwischte es den gerade von einer Verletzung genesenen Kevin Wiedemann. In einer Abwehraktion bei einem Wurf von Kaldenkirchens Vincent Widera kugelte sich Wiedemann eine Schulter aus. Die Rettungskräfte brachten Wiedemann ins Nettetaler Krankenhaus. Nach einer etwa 20-minütigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. In der 38. Minute stockte allen Beteiligten und den Zuschauern erneut der Atem, denn nach einem Wurf von Tom Terhaag brach Pascal Prchala benommen zusammen. Er hatte einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen und sich das Nasenbein gebrochen. Prchala verschluckte dabei außerdem seine Zunge. Dank der schnellen Reaktion von Gäste-Physiotherapeut Sascha Gerlach und TSV-Zeitnehmer Dirk van Deursen, der im Hauptberuf Notfallsanitäter ist, wurde Prchala geholfen. "Das war schon krass, was die geleistet haben", sagte TSV-Trainer Philipp Clodt.

Nach diesem Schock baten die Gäste um einen Spielabbruch. Die Schiedsrichter nahmen Rücksprache mit der spielleitenden Stelle des Verbandes und kamen dem Wunsch nach. Die Punkte bleiben allem Anschein nach beim TSV. Sollte der Verband dennoch ein Wiederholungsspiel ansetzen, würde Vennikel nicht antreten. Das habe deren Trainer Peter Wiedemann ihm gegenüber versichert, so Clodt.

"Wichtiger als zwei Punkte ist aber die Gesundheit der Leute", sagte Clodt. Deshalb war er zunächst erleichtert, dass beide Spieler der Gäste das Krankenhaus noch am Abend erst einmal verlassen konnten. Wiedemann muss jedoch noch ins MRT, Prchala steht eine Nasenoperation bevor.

(wiwo)