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Silber für Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal in Schweden

Taekwondo : Argumente gesammelt für die Olympia-Qualifikation

Langsam, aber sicher wir es ernst für Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal. Bald wird sich entscheiden, ob die Weltklasse-Taekwondoka die Chance bekommt, um einen Olympia-Startplatz zu kämpfen.

Denn nachdem sie es voriges Jahr verpasst hatte, sich direkt einen Platz für das olympische Turnier der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm zu sichern, böte sich im April bei der Europa-Qualifikation in Mailand eine weitere Möglichkeit, einen großen Schritt Richtung Tokio zu gehen, Doch noch hat sich die Deutsche Taekwondo-Union nicht festgelegt, welche Athletinnen in welchen Gewichtsklassen in Italien antreten. Da es vermutlich Anfang März so weit sein wird, kann es ganz bestimmt nicht schaden, dass Folgmann jetzt in Schweden sportliche Argumente für ihre Nominierung gesammelt hat.

Zwar schied sie zunächst beim President’s Cup in Helsingborg etwas unglücklich in der Vorrunde aus, doch bei den folgenden Helsingborg Open präsentierte sie sich in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm in exzellenter Verfassung. Nach Siegen gegen die Finnin Emilia Nordenswan, die Spanierin Lorena Cabal Solaz und die Ukrainerin Viktorya Sobko musste sie sich erst im Finale nach starkem Widerstand der Aserbaidschanerin Patimat Abakarova mit 6:9 beugen. Als Lohn gab es Silber. „Trotz der Niederlage kann Madeline sehr zufrieden sein“, erklärte Trainer Björn Pistel. „Sie hat das Umgesetzt, was sie kann und ihre Stärken ausgespielt. Das macht Lust auf mehr.“ Die nächste Bewährungschance hat Folgmann am Wochenende bei den German Open in Hamburg. Dort ist in der Jugendklasse (bis 63 kg) auch ihre Vereinskameradin Antonia Beck dabei, die auch in Schweden antrat, aber von einer Erkältung geschwächt zweimal früh ausschied.