Handball : Sechste Niederlage für Lobberich

Frauenhandball Silva Goebel lächelte zufrieden. Trotz der 29:34-Niederlage des TV Lobberich gegen die TSG Ober-Eschbach strahlte der dunkelhaarige Wirbelwind Zuversicht aus. "Wir haben das Spiel in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte verpennt. Wenn wir das abstellen, werden wir in Recklinghausen die ersten Punkte holen", sagte die 23-Jährige. Der Aufsteiger läuft in der Dritten Liga derzeit hinterher. Vor 150 Zuschauern kassierte Lobberich gegen den Tabellenzweiten im sechsten Spiel die sechste Niederlage.

Lobberich wehrte sich

Zum ersten Mal durfte die Sportstudentin Goebel auf Rechtsaußen ran und machte ihre Sache ausgesprochen gut. Sieben Tore steuerte sie bei und merkte selbstkritisch an, dass es sicher zwei oder drei mehr hätten sein müssen. "Es war aber eine deutliche Steigerung zu den anderen Spielen", sagte Goebel. Die neue Spielerin fühlt sich wohl in Lobberich und ist sich sicher, dass ihr neues Team nicht absteigen wird: "Die Mannschaft hat Moral gezeigt. Wir haben uns auch bei neun Toren Rückstand nicht aufgegeben und endlich umgesetzt, was René uns gesagt hat", erklärte Goebel.

In der Tat war Trainer René Baude keineswegs unzufrieden, weil seine Mannschaft sich in der zweiten Hälfte gut in ein längst verlorenes Spiel zurückarbeitete. Die Gäste aus Ober-Eschbach demonstrierten phasenweise hervorragenden, schnellen Handball, dem Lobberich überhaupt nicht gewachsen war. Innerhalb weniger Sekunden suchten und fanden sie im Angriff die Lücke und schlossen mit beeindruckender Sicherheit ab. Die Lobbericher mussten sich ihre Möglichkeiten hingegen hart erarbeiteten. Der TV geriet vom 12:12 später 13:20 in Rückstand. Diesen komfortablen Vorsprung verwaltete die TSG im zweiten Spielabschnitt.

Die Gäste taten sich deutlich schwerer gegen die nun mit Daria Komander oder Melanie Baude auf der vorgezogenen Position offensiver deckendere Abwehrformation der Gastgeber. Doch enger wurde es erst, als Lobberichs Torfrau Bernadett Steller in den letzten zehn Minuten zu Hochform auflief. In dieser Phase verkürzte der TV vom 23:32 auf 29:34.

"Wir haben die zweite Hälfte gewonnen. Das müssen wir mit nach Recklinghausen nehmen", meinte René Baude.

Die Tore für Lobberich erzielten neben Goebel noch Lea Krause (5), Melanie Baude (3), Daria Komander (3/1), Lena Beckers (3), Simone Schulz (2/2), Miriam Schmitz (2) Nicole Hoelters (1) und Nicole Funken. Jessica Clement (2) und Katrin Stark schieden verletzt aus. "Wenn sie länger ausfallen, haben wir zu viel investiert", sagte Baude.

(RP/jul)