Schwierige Phase für den A-Ligisten SC Rheindahlen

Fußball-Kreisliga A : Trainer-Rücktritt beim A-Ligisten Rheindahlen wirft viele Fragen auf

Kurz vor Beginn der Rückrunde hat sich Michael Schroers verabschiedet. Auch für den vor Monaten zurückgetretenen Vorsitzenden gibt es noch keinen Nachfolger.

Wo Rauch ist, ist meistens auch Feuer. Und aus Rheindahlen ist eine Rauchsäule zu vermelden, denn Michael Schroers, Trainer des SC Rheindahlen, hat überraschend das Handtuch geworfen. Damit gibt es einen neuerlichen, negativ behafteten Höhepunkt in einer Kette von Vorkommnissen beim A-Ligisten, die der Gerüchteküche neue Nahrung verschafft.

Begonnen hatte es vor ein paar Monaten, als Norbert Hübner nicht nur als Reserve-Coach, sondern auch als Vorsitzender des Vereins zurücktrat und bis heute kein geeigneter Nachfolger gefunden wurde. Und nun das Ziehen der Reißleine von Schroers. Er führt das schlechte Abschneiden des A-Ligisten, der aktuell Elfter ist, als Hauptgrund an. „Ich habe den Job angetreten, weil ich einiges an Potenzial in der Mannschaft gesehen habe. Eigentlich müsste das Team unter den besten Drei der Liga zu finden sein, aber die geringe Trainingsbeteiligung hat zu einem Stillstand geführt“, erklärte Schroers seinen überraschenden Rücktritt.

Auch die bisherige Wintervorbereitung sei nicht optimal verlaufen, es mangele an Kondition und Konzentration. „Ich habe oft genug die Spieler auf ihre fehlende Einstellung hingewiesen, aber eine Änderung im Verhalten habe ich nicht wahrgenommen. Und mit den Niederlagen wuchs auch die negative Stimmung. Ich bin erfolgshungrig, aber mit dem jetzigen SCR ist dies nicht zu vereinbaren. Jetzt mache ich erst einmal eine Pause, um Abstand zu gewinnen. Ich habe zwar schon einige Anfragen anderer Vereine vorliegen, aber in Zukunft werde ich noch genauer hinsehen, bevor ich eine Zusage gebe.“

Kay Hübner, Geschäftsführer des SCR, hat auch für unbestimmte Zeit den Posten seines Vaters als Vorsitzender übernommen. Viel wollte er zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen, nur soviel, „dass die Mannschaft unter vielen Verletzten litt und das Team keine Schuld trifft. Alles weitere wird intern geklärt und beizeiten bekanntgemacht“.

Viele Baustellen also für den 28-Jährigen, der wie die meisten seiner Vorstandskollegen selber noch für den A-Ligisten aufläuft. Dabei könnte Rheindahlen ein Vorzeigeverein sein, dem es gelungen ist, Spieler gleichzeitig für das Ehrenamt und die Vorstandsarbeit zu gewinnen – und zugleich damit den vielleicht jüngsten Vorstand aller Gladbacher Fußballvereine hat. Doch zurzeit bestehen einige Fragezeichen, wie es beim SC Rheindahlen weitergeht.