Schwere Zeiten für den Dülkener FC in der Fußball-Bezirksliga

Fußball-Bezirksliga : Schwere Zeiten für den Dülkener FC

Noch stecken die Dülkener ganz tief im Abstiegsstrudel der Fußball-Bezirksliga. Doch als wäre das noch nicht genug, steht auch ein großer personeller Umbruch bevor. Viele Spieler verlassen den Verein, egal wie die Saison endet.

Am 16. Mai 2018 war die Welt im Stadtgarten noch in Ordnung. An jenem Mittwochabend kehrte der Dülkener FC dank eines 2:0-Erfolgs in St. Tönis nach achtjähriger Abstinenz wieder in die Fußball-Bezirksliga zurück. Ein Jahr später kämpft der Verein gegen den direkten Wiederabstieg und sähe wohl selbst im Fall des Klassenerhalts schwierigen Zeiten entgegen. Der Verein muss einen riesigen Aderlass verkraften.

Den Stein ins Rollen gebracht hat die Ankündigung von Trainer Matthias Denneburg, im Sommer aus beruflichen Gründen aufzuhören. Ein Nachfolger war in Björn Kox, der zuvor die Geschicke des A-Ligisten SC Waldniel leitete, aber schnell gefunden. Er bringt auch Co-Trainer Björn Bossems mit. „Entscheidend war das Gesamtpaket. Sie verfügen über langjährige Erfahrung im Junioren- und Seniorenbereich und sind daher gut vernetzt. Das macht es uns als Verein auch leichter, den Kontakt zu Spielern herzustellen“, erklärt der Sportliche Leiter Markus Würde. Und das ist auch dringend nötig, denn obwohl bereits sieben Spieler - darunter fünf Akteure vom SC Waldniel - verpflichtet wurden, ist die Zahl der Abgänge doppelt so hoch. Dabei beobachtete Würde eine Art Schneeball-Effekt: „Wenn einer geht, bricht beim anderen etwas weg und plötzlich fehlen Bezugspersonen. Jeder hat seine Gründe, warum er den Verein verlassen wird.“

Fakt ist: Der Kader des Dülkener FC bekommt zur neuen Saison ein komplett neues Gesicht, denn nahezu alle Leistungsträger haben sich für einen neuen Verein entschieden. „Das bietet aber natürlich die Möglichkeit, dass sich neue Strukturen und Hierarchien bilden“, meint Würde. Trotzdem dürften die Abgänge von Spielern wie Kapitän Tobias Beier, Andre Schinkels, Patrick Hinz oder Pascal Wüsten schmerzen, schließlich waren es vor allem sie, die das Gesicht der Aufstiegsmannschaft prägten. Bedenkt man, dass Panagiotis Savvidis seine Fußballschuhe schon im Winter aus beruflichen Gründen an den Nagel hing und sowohl Torhüter Alexander Blix als auch Sascha Lochner ihre Zusage noch nicht gegeben haben, bleibt lediglich noch ein Bruchteil der einstigen Erfolgsmannschaft übrig.

„Eine Verjüngung ist ein langer Prozess und beginnt im Juniorenbereich“, sagt Würde. „Wir wollen es in Zukunft schaffen, dass die Spieler nach der Jugend in Dülken bleiben.“ Für den Moment hat der DFC aber erst einmal genug damit zu tun, ein konkurrenzfähiges Team zu formen. Ein starkes Argument für den DFC wäre der Verbleib in der Bezirksliga. „Vielleicht ließe sich dadurch der eine oder andere Spieler überzeugen“, hofft der 45-Jährige.

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