Leichtathletik: Schönbrodt steigert sich schon wieder

Leichtathletik : Schönbrodt steigert sich schon wieder

Bei den Westdeutschen Langstreckenmeisterschaften in Essen überraschte Sarah Schönbrodt vom OSC Waldniel über 5000 Meter. Die 18-Jährige steigerte sich auf für sie starke 17:52,11 Minuten.

Sie sicherte sich dabei den westdeutschen Vize-Titel. "Toll, das hätte ich nicht für möglich gehalten, dass ich noch einmal anziehen konnte. Ich bin dann unter 18 Minuten geblieben", sagte Sarah Schönbrodt. Trainerin Antje Hass sagt über sie: "Es steckt bei ihr noch viel mehr drin."

Taktisch klug

Bei den Westdeutschen war Sarah Schönbrodt im Verfolgerfeld und hielt sich taktisch klug an dritter Stelle. Auf dem letzten Kilometer setzte sie sich dann ab. Ob Sarah Schönbrodt am 7. Mai bei den Deutschen Meisterschaften in Essen eine erneute Steigerung schafft, wird sich zeigen. Dort wird das Rennen eher über Taktik entschieden. "Die Zeit ist dann zweitrangig, es zählt mehr die Platzierung", glaubt Antje Hass.

Der Blick auf die letztjährige Ergebnisliste könnte Schönbrodt einen vorderen Platz bescheren. Ebenfalls schaffte René Giesen eine Verbesserung über die gleich lange Strecke auf 16:14,83 Minuten (zuletzt in Waldniel lief er 16:55). "Es war ganz schön hart", sagt der West-Fünftplatzierte.

Einen starken Eindruck hinterließ sein Verfolger, der Sechstplatzierte Sebastian Gisbertz, in 16:27,19 Minuten. "Er hätte sich mehr trauen sollen", beobachtete Antje Hass. Der OSC Waldniel ist stolz über zwei Westdeutsche Meisterinnen: Silke Bommes erkämpfte den Titel in der Altersklasse ab 35 Jahre in 19:17,93 Minuten und Alexandra Schwartze in der Altersklasse ab 45 Jahre in 19:31,45, wobei sogar ihre Achillessehne mal nicht schmerzte.

Bei den Nordrhein-Schülermeisterschaften der 14-Jährigen ließ sich Abigail Fox einen Meter vor dem Ziel die Bronzemedaille über 2000 Meter wegschnappen. Die OSC-erin erzielte als Vierte 7:04,69. Bei den 15-Jährigen lief Sarah Schmidt (LAZ Mönchengladbach) ebenfalls als Vierte durchs Ziel und verpasste die Bronzemedaille äußerst knapp. Umso erfreulicher war die für sie damit verbundene Zeit von 6:55,92 Minuten und löschte ihre alte Bestmarke (7:05).

(RP)