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Reitsport: Scheuvens gewinnt im Matsch

Reitsport : Scheuvens gewinnt im Matsch

Unter schlechten Wetterbedingungen siegte der 21-Jährige beim L-Springen in Lobberich. Der neue Boden in der Schirick garantierte, dass alle Wettbewerbe ordnungsgemäß über die Bühne gehen konnten.

Aus dem Rahmen fiel das L-Punktespingen mit Joker beim großen Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Dülken-Viersen in der Schirick. Die Springprüfungen gehen sonst auf Zeit oder Fehler/Zeit. Die Reiter bekamen in diesem Wettbewerb für jedes übersprungene Hindernis Punkte von eins bis acht aufwärts.

Entschieden sie sich beim achten Hindernis für den Jokersprung, so bekamen sie sogar die doppelte Punktzahl gutgeschrieben. Das war ein Steilsprung mit Planke und Wassergraben. Wären die Reiter normal gesprungen, so hätten sie lediglich für das achte Hindernis, einen Steilsprung, acht Punkte bekommen.

Die Reiter erlebten dabei extrem schlechte Bedingungen, weil in dem Moment ein gewaltiger Platzregen über die Schirick ging. Reiter und Pferde sahen am Ende des Rittes "lecker" aus — von unten bis oben mit Matschspritzern übersät.

Sonja Haefs von der Turnierleitung fand: "Es ist erstaunlich, was unser neuer Boden im Parcours aushält." Jeder Schritt der Pferde war im matschigen Geläuf zu hören. "Da mussten wir durch, der Boden war griffig und gut zu reiten", sagte der Dilkrather Günter Röhlen (RFV Dülken-Viersen): "Wenn ich zuhause trainiere, höre ich bei Regen auch nicht auf zu reiten."

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Er schafft es, immer wieder gute Pferde durch den Parcours zu bringen. Mit den beiden Sechsjährigen, Luxor und Livorno, belegte er im Springen 185 Ranglistenpunkte und mehr und mehr die Plätze vier und sechs, volle 44 Punkte. Den Sieg holte der 21-jährige Brüggener René Scheuvens (RFV Hubertus Anrath-Neersen) mit seinem siebenjährigen Sensation Black.

Und sein Erfolgsrezept für den Sieg in Dülken: "Ich bin einfach geritten und es hat gepasst." Er bekam die volle Punktzahl und war in 39,70 Sekunden der mit Abstand schnellste Reiter dieser Prüfung. Scheuvens, der vom rheinischen Vizemeister Matthias Gering trainiert wird und schon viermal M-platziert war von sechs Ritten, erinnerte sich dabei nur ungern an St. Tönis, ebenfalls ein Punktespringen wohl der Klasse M mit Joker: "Das riss ich den Joker und bekam einen dicken Abzug an Punkten."

Der ausgebildete Gebäudereiniger gehört noch der Leistungsklasse vier an: "Nächstes Jahr rücke in die nächsthöhere drei auf." Beim L-Punkte-Springen wurde die Siegerehrung ohne Pferd und außerhalb des Parcours durchgeführt.

Die platzierten Amazonen bekamen vom Vorsitzenden Lambert Jansen eine rote Rose (wie Damen in den anderen Prüfungen auch). Im L-Punktespringen bis 185 Ranglistenpunkte gewann Fabienne Bock vom Reit- und Fahrverein Dülken-Viersen mit Paco (44/42,27) vor Eric Schöniger (PC Nettetal) auf Chakko (44/50,27) auf Platz drei der ersten Abteilung.

(RP)