SC Union Nettetal vor wichtigem Kellerduell beim VfB Speldorf

Fußball-Oberliga : Nettetaler in Speldorf zum Siegen verdammt

Im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga braucht der SCU dringend drei Punkte. Gelingt das, wäre Speldorf sicher in der Landesliga.

Am 31. Spieltag biegt die Fußball-Oberliga endgültig auf die Zielgerade ein. Schließlich können nach dem schon lange feststehenden Abstieg des FSV Duisburg und dem seit vorigem Wochenende klaren Aufstieg des VfB Homberg die nächsten Entscheidungen fallen. Und mittendrin ist der SC Union Nettetal. Am Sonntag könnte er im Kellerduell beim VfB Speldorf die Gastgeber in die Landesliga schicken. Zudem haben die Homberger im Topspiel beim 1. FC Bocholt auch noch die Möglichkeit, sich den Titel endgültig zu sichern.

Dass Aufstieg und Titel in dieser Saison nicht zwangsläufig zusammenhängen, hat damit zu tun, dass die SF Baumberg als aktueller Tabellenzweiter schon zeitig mitgeteilt hatten, dass sie keine Regionalliga-Lizenz beantragen. Und weil Homberg voriges Wochenende TuRU Düsseldorf schlug, während der Tabellendritte Bocholt in Nettetal 1:1 spielte, wuchs der Abstand zwischen beiden Teams auf uneinholbare 17 Punkte an. Schlagen die Homberger im direkten Duell Bocholt, kann ihnen Baumberg auch theoretisch nicht mehr den Titel streitig machen. Unter Umständen reicht Homberg sogar ein Remis oder eine Niederlage. Egal wie, erreicht der VfB auch sein letztes Saisonziel vorzeitig, wäre das für das Nachholspiel am Mittwoch daheim gegen den SC Düsseldorf-West, aktuell punktgleich mit den Nettetalern im Tabellenkeller, wahrscheinlich nicht gerade leistungsfördernd. Deshalb waren die Nettetaler alles andere als erfreut, dass der Nachholtermin nach der zweiten wetterbedingten Absage der Partie so weit nach hinten gelegt wurde.

Bei SCU-Trainer Andreas Schwan ist das Unverständnis für diese Terminansetzung allerdings schon längst eine Randnotiz, er muss sich mit seiner Mannschaft auf die enorm wichtige Partie in Speldorf konzentrieren. Er beschreibt die Lage so: „Wir müssen unbedingt drei Punkte holen, nach Sonntag wollen wir 38 Punkte auf dem Konto haben.“ Denn mit Blick auf das Restprogramm der sechs Teams (neben Nettetal der SC-West, der VfB Hilden, die SpVg. Schonnebeck, der 1. FC Kleve und ETB SW Essen), die noch ernsthafte Kandidaten für den ersten Abstiegsplatz (15.) sind, werden wahrscheinlich 42 Punkte nötig sein, um in der Oberliga zu bleiben. Da ist es schon ratsam, bei nur noch vier ausstehenden Spielen bei den schon so gut wie abgestiegenen Speldorfern zu gewinnen und sie damit als Nebeneffekt in die Landesliga zu schicken.

Andreas Schwan ist jedenfalls optimistisch, dass das gelingt. Obwohl sein Team trotz des hart erkämpften Punktes gegen Bocholt am vorigen Wochenende erstmals auf einen Abstiegsplatz abgerutscht war, hat er sich eine positive Sicht auf die Dinge bewahrt: „Ich denke nicht daran, was passiert, wenn’s nicht klappt. Ich sehe vielmehr die Chance, in vier Spielen noch die nötigen Punkte zu holen.“ Die Voraussetzungen sind aus seiner Sicht gut. Denn gegen Bocholt zeigten seine Spieler wieder die Grundtugenden, die es als Aufsteiger und Außenseiter braucht, um in der Oberliga bestehen zu können. Zudem lief unter Woche auch das Training exzellent. „Die Sinne sind geschärft, da ist noch mal etwas in der Mannschaft passiert“, betont Schwan. Das gilt es, am Sonntag in Speldorf auf dem Spielfeld in Taten umzusetzen.