SC Union Nettetal vor dem Auswärtsspiel beim TSV Meerbusch

Fußball-Oberliga : Endet Negativserie des SCU gegen Meerbusch?

Die Nettetaler Oberliga-Fußballer würden gerne endlich mal etwas Zählbares gegen den ambitionierten TSV Meerbusch holen.

So sehr sich der SC Union Nettetal bislang auch ins Zeug gelegt hat. Nachdem der TSV Meerbusch 2017 aus der Fußball-Oberliga abgestiegen war, setzte es für die Nettetaler nur Niederlagen gegen das Team aus dem Rhein-Kreis Neuss. Vergangene Saison im spannenden Rennen um den Landesliga-Titel ging der SCU zweimal als Verlierer vom Platz (2:3 und 0:3), nach dem gemeinsamen Aufstieg in die Oberliga gewannen die Meerbuscher das erste Aufeinandertreffen in der Christian-Rötzel-Kampfbahn etwas glücklich mit 1:0. Kurz vor Schluss war es nach einer starken Nettetaler Vorstellung ausgerechnet der frühere Viersener Robert Fleßers, der das Siegtor für Meerbusch köpfte. Am Sonntag hat die Union die nächste Chance, es besser zu machen. Drei überraschende Punkte im kräftezehrenden Kampf gegen den Abstieg wären sehr willkommen.

Doch SCU-Trainer Andreas Schwan will die negative Bilanz gegen die Meerbuscher nicht in den Fokus rücken, denn für ihn spielt der TSV trotz des gemeinsamen Aufstiegs im vergangenen Sommer von seinem Etat und als eine Folge daraus auch von der individuellen Qualität des Personals her in einer anderen Liga. „Meerbusch gehört ganz sicher zu den Topteams der Liga“, sagt Schwan im Brustton der Überzeugung. So ist es auch nur wenig überraschend, dass der TSV als Tabellenfünfter der mit Abstand beste Aufsteiger ist, punktgleich (39) mit der SSVg Velbert auf Rang vier.

Wobei es der Vergleich mit der SSVg Velbert ist, der den Nettetalern auch Mut machen kann. Denn genau gegen diese Velberter überzeugte die Mannschaft von Andreas Schwan am vergangenen Wochenende sowohl spielerisch als auch kämpferisch und wurde dafür beim 1:1 mit einem Punkt belohnt. Bei einem etwas anderen Spielverlauf wäre angesichts des starken Auftritts der Nettetaler sogar ein Sieg drin gewesen. „Die Rollen sind gegen Meerbusch natürlich klar verteilt. Aber aus der Partie gegen Velbert haben wir mal wieder mitgenommen, dass wir auch gegen eigentlich stärkere Gegner nicht chancenlos sind, wenn wir einen hohen Aufwand betreiben und uns als Mannschaft präsentieren“, erklärt Andreas Schwan.

Was die Situation für seine Mannschaft noch ein bisschen komplizierter macht, ist der Umstand, dass die Meerbuscher ausgerechnet am vergangenen Wochenende beim Abstiegskandidaten SC Velbert eine empfindliche 0:3-Niederlage kassierten. TSV-Coach Antonio Molina dürfte vor dem Match gegen Nettetal also noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass er auf eigene Anlage eine deutliche Leistungssteigerung erwartet. Die Sinne so exzellenter Könner wie Robert Fleßer, Dennis Dowidat & Co. werden also besonders geschärft sein.

Zusätzlich erschwerend kommt für die Gäste hinzu, dass plötzlich in der Defensive Personalnot droht und die Mannschaft im Vergleich zur Partie gegen die SSVg Velbert verändert werden muss. Denn während Kapitän Martin Stroetges nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub plötzlich auf Dienstreise geschickt wurde, ergab eine Untersuchung bei Bastian Levels, dass er sich einen Zeh gebrochen hat. Da sich auch Blerim Rrustemi weiter mit Rückenbeschwerden herumplagt, droht ein weiterer potenzieller Innenverteidiger auszufallen. „Wir müssen die optimale Lösung finden“, sagt Andreas Schwan, der sich aber sicher ist: „Die Jungs haben Bock und wollen etwas aus Meerbusch mitnehmen.“

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