Rückkehrer Alexander Nent als Hoffnungsträger für die SG Nettetal

Schach : Ein neuer alter Hoffnungsträger für die SG Nettetal

Die Verbandsklassen-Schachspieler aus Nettetal haben Alexander Nent zurückgeholt. Zum Start gibt’s das Derby gegen Viersen.

Wenn am Sonntag die Schachgemeinschaft Nettetal im Nachbarschaftsduell der Verbandsklasse gegen den SV BW Concordia Viersen (10 Uhr, Parkstübchen Hinsbeck) in die neue Saison startet, hofft Nettetals Coach Jürgen Daniel, in Alexander Nent gleich zum Auftakt seinen besten Spieler wieder zur Verfügung zu haben. Die Nettetaler konnten ihren Ex-Spieler davon überzeugen, wieder für sie anzutreten.

„Ich freue mich sehr, nach fünf Jahren wieder einige Kämpfe für Nettetal bestreiten zu können, und hoffe, dass das Abstiegsgespenst der Vorjahre nicht wieder auftaucht“, sagt der heute 29-Jährige, den es beruflich nach Darmstadt verschlagen hat. Die langen Anfahrwege zu den Meisterschaftspartien der Nettetaler sind für ihn kein Problem, verbindet er doch die Spiele mit dem Besuch seiner in Lobberich wohnenden Eltern. Die gezielte Ansprache von Jürgen Daniel, wieder für seinen Heimatverein zu spielen, hatten somit Erfolg - kommt Nent zum Einsatz, wird er angesichts einer Spielstärke das Spitzenbrett der Seenstädter besetzen.

Sein Talent wurde seinerzeit vom damaligen SGN-Jugendwart Alfred Lubberich erkannt und gefördert. Alexander Nent faszinierte das Schachspiel so sehr, dass er als einer der talentiertesten NRW-Tennisjunioren das Racket zur Seite legte, um sich im Schach weiterzuentwickeln. Nach dem Abitur sowie während und nach dem Studium spielte er in der Oberliga beim SV Dinslaken, beim Ratinger SK in der NRW-Klasse sowie im Ausland in der zweiten niederländischen Liga. Für seine Entwicklung in Sachen Schach war die Spielpraxis in höheren Ligen von großem Vorteil. Schließlich musste er dort mit starken Gegnern konkurrieren, an denen er sich orientieren konnte.

Doch auch bei internationalen Turnieren war Nent teils sehr erfolgreich. Seinen größten Coup landete er vor zwei Jahren beim Grenke-Open in Baden-Baden, dem mit über 1200 Teilnehmern größten Turnier in Deutschland. Dort rang er dem russischen Großmeister Anton Demchenko vom Bundesligisten SK Turm Kiel ein sensationelles Unentschieden ab.

Die Viersener Concorden werden es den Seenstädtern jedoch an den acht Brettern nicht einfach machen, sie vertrauen im Vergleich zur Vorsaison auf eine unveränderte Mannschaftsaufstellung. „Wir streben wie im Vorjahr einen gesicherten Mittelplatz in der Verbandsklasse an“, sagt Teamchef Christoph Hollender und sieht dem Prestigematch gegen den Lokalrivalen aus Nettetal gelassen entgegen.

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