Reiner Görtz vom ASV Süchteln bei Senioren-EM auf Platz zwei im Zehnkampf

Leichtathletik : Süchtelner Senior bei EM im Zehnkampf auf Platz zwei

Von den beiden heimischen Startern bei den Senioren-Europameisterschaften der Leichtahleten im italienischen Venedig schnitt Reiner Görtz vom ASV Süchteln erfolgreicher ab. Der 78-Jährige ließ sich im Zehnkampf in Caorle als Vize-Europameister feiern.

Dabei war der Süchtelner mit Knieschmerzen in den Wettkampf gegangen.

Nach dem ersten Tag lag Görtz mit 165 Punkten Rückstand hinter dem Vize-Weltmeister Nils Back aus Schweden an dritter Stelle. Am zweiten Wettkampftag zeigte er mit übersprungenen 1,90 Metern im Stabhochsprung sowie im Speerwurf von 29,79 Metern starke Leistungen und verdrängte Nils Back von Platz zwei. Während des Stabhochsprunges bekam der Süchtelner die traurige Nachricht, dass sein ehemaliger Mitstreiter auf internationaler Ebene, der ehemalige schwedische Olympia-Teilnehmer von München 1972, der Schwede Hans Lagerqvist, drei Monate zuvor verstorben war. In diesem Moment war Reiner Görtz darüber sehr traurig, aber auch motiviert, im Zehnkampf-Stabhochsprung die 1,90 Meter zu schaffen. Aus dem Zwei-Tages-Programm wurde ein Dreitages-Pensum der Zehnkämpfer. Der Diskuswurf war von dem starken Unwetter in Italien beeinflusst worden, doch Görtz erzielte aus dem Stand schließlich noch 22,72 Meter. Die restlichen Disziplinen wurden dann tags darauf abgewickelt. Am Ende standen für Görtz 3352 Punkte zu Buche. Im Speerwurf-Einzelwettbewerb erreichte er als Endkampf-Achter 29,76 Meter.

Alexandra Schwartze (OSC Waldniel) hatte sich ihre erste EM-Teilnahme über 10.000 Meter auf der Bahn ganz anders vorgestellt. Sie belegte krankheitsbedingt den vierten Platz in 43:15,58 Minuten und blieb damit unter ihrem aktuellen Leistungsniveau. Besser lief’s kurz nach der Rückkehr aus Italien bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften in Siegburg, wo sie Deutsche Vizemeisterschaft der Altersklasse W55 in 41:25 Minuten holte. Ihre Vereinskollegin Silke Bommes verbuchte bei den über 45-Jährigen Platz vier und 43:03 Minuten. Überraschen konnten die OSC-Mannschaft auf Rang drei mit dem M35-13. Philip Sieben 34:05, Marcel Hamann (30., 37:37) und Stefan Herschbach (34., 38:07).

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