Reiner Görtz vom ASV Süchteln bei African-Masters in Tunis am Start

Leichtathletik : Leichathletik-Senior aus Süchteln geht Afrika-Abenteuer an

Der 78-jährige Reiner Görtz startet von Dienstag bis Samstag in Tunis erstmals auf dem afrikanischen Kontinent. Der Zeitplan ist eng getaktet.

Reiner Görtz hat als Leichtathlet schon viel erlebt. Doch jetzt stellt sich der 78-Jährige vom ASV Süchteln noch mal einer ganz neuen Herausforderung. Von heute bis Samstag startet er bei den offenen African-Masters in Tunis (Tunesien).

„Das ist für mich Neuland. Ich kann mir vorstellen, dass die afrikanischen Länder im läuferischen und Sprung-Bereich stark sind. Dafür sind die Afrikaner wahrscheinlich in den technischen Disziplinen den Athleten aus den anderen Länder außerhalb von Afrika unterlegen“, meint Götz. Seine Reise nach Nordafrika reiht sich bei dem Weltenbummler in Sachen Leichtathletik in zahlreiche überregionale Starts von Europa über Amerika bis nach Australien ein. Görtz war zum Beispiel schon bei Europameisterschaften, Weltmeistermeisterschaften und World-Games der Masters mit Erfolg dabei.

In Tunis will der ASV-Athlet in den Disziplinen Speerwurf, Stabhochsprung, Diskuswerfen, Kugelstoßen und Dreisprung an den Start gehen. Zeitlich eng wird es allerdings in seinen Parade-Disziplinen Speerwerfen und Stabhochsprung. Die sind für seine Alterslasse nämlich am selben Tag und zur selben Uhrzeit angesetzt. „Da ich aber gerne beide Wettkämpfe absolvieren will, versuche ich, gleich im ersten Versuch eine gute Weite im Speerwerfen zu erzielen, um  danach die Anfangshöhe im Stabhochsprung zu springen“. erklärt Görtz. Wobei dann wohl noch nicht einmal Zeit bleibt, um die Schuhe zu wechseln.“

Im Diskuswerfen versucht er die DM-Norm zu packen, die allerdings mit 29,50 Metern sehr hoch angesetzt ist. Das gilt auch für die Weite von sieben Metern im Dreisprung. Das er es kann, hat er allerdings scon gezeigt. Schließlich hält er den Landesverbandsrekord  der über 75-Jährigen mit 7,47 Metern. Gört ist schon im Vorfeld angetan von der Gastfreundlichkeit der Tunesier. Nach seiner Ankunft am Flughafen wird er abgeholt.

Ebenfalls wird er vom Hotel zu den Wettkämpfen gefahren. Überrascht zeigte er sich im positiven Sinne über die Mails von der Verbandspräsidentin, die seine Flugdaten sowie Ankunftszeit registriert hat. „Jetzt muss ich nur noch Leistung bringen“, sagt Reiner Görtz schmunzelnd und hofft, über den roten Teppich zur Siegerehrung gehen zu können.

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