Fußball: Offensivschwäche kostet Waldniel fast noch den Klassenverbleib

Fußball : Offensivschwäche kostet Waldniel fast noch den Klassenverbleib

Erst am letzten Spieltag waren die Waldnieler in der Fußball-Bezirksliga endgültig gesichert. Jetzt steht der nächste große Umbruch bevor.

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga vor zehn Jahren spielten die Fußballer vom SC Waldniel stets im gesicherten Mittelfeld mit. In der vergangenen Saison mussten die Schwalmtaler jedoch bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen, ehe der Klassenerhalt perfekt gemacht wurde. Einige Leistungsträger werden den Verein verlassen.

Der Saisonverlauf Bereits der Start hatte angedeutet, wie knifflig es für die Waldnieler werden könnte. Nur ein Sieg wurde aus den ersten neun Partien verbucht, ehe vor der Winterpause fünf weitere Erfolge auf dem eigenen Konto landeten und der Sportclub so langsam die Kurve bekam. "Dann haben wir eine ruhige Vorgehensweise an den Tag gelegt und an einigen Stellschrauben gedreht", erklärt Waldniels Trainer Hans Weecks, der unter anderem auch die gute Hallensaison dafür verantwortlich machte, dass seine Mannschaft zu Beginn der Rückrunde stark aufspielte: Zwar gab es erst eine Niederlage in St. Tönis, doch danach folgten neun Partien in Folge ohne Niederlage - Waldniel träumte vom vorzeitigen Klassenerhalt. Aber es kam anders: Vier Niederlagen in der Schlussphase sorgten für das große Zittern, das erst mit dem Sieg im letzten Spiel beim SSV Strümp beendet wurde.

Das Positive Die Rückrunde sticht hervor: Die guten Ergebnisse in der Halle und einige Zugänge sorgten dafür, dass der "Teamspirit", der laut Hans Weecks in der Hinrunde noch gefehlt hatte, zurückkehrte. "Wir sind näher aneinandergerückt und haben trotz der Verletzungen von einigen Leistungsträgern ansehnliche Ergebnisse eingefahren", sagt Weecks.

Das Negative Wie auch einige andere Mannschaften konnten sich die Waldnieler nicht immer optimal auf ihre Spiele vorbereiten. "Der Fußball ist nicht mehr unbedingt das Hobby Nummer eins, deswegen war die Trainingsbeteiligung nicht immer gut", sagt Weecks. Und vor allem im Spiel nach vorne hatte der SCW noch Nachholbedarf, denn mit 54 Treffern bot Waldniel die drittschwächste Offensive der Liga auf.

Die Personalplanung Wie schon im Vorjahr muss Hans Weecks Spieler ziehen lassen, die den Verein in den vergangenen Jahren teils geprägt haben: Tim Kuliha-Hölter (SuS Schaag), Kai Schink (TuRa Brüggen), André Jansen (VSF Amern), Dominik Vaahsen (1. FC Viersen), Kevin Stapper (DJK Oberkrüchten II), Jan Beerens und Christian Birker (beide Ziel unbekannt) orientieren sich neu. "Da geht fußballerisches Können und Erfahrung verloren, doch das versuchen wir nun mit jugendlichem Elan zu kompensieren", erklärt Weecks. Marco und Tim Glogau (beide SV Lürrip), Philipp Sasse (TSF Bracht), Lars Lüning, André Bäsler, Pascal Ditges, Leo Schönberg, Marc Engelmann (alle eigene Reserve), Johannes Düren, Robin Hürckmanns sowie Alexander Stricker (eigene A-Jugend) werden in der neuen Saison für die Waldnieler Bezirksliga-Mannschaft auflaufen.

Die Aussichten In der anstehenden Spielzeit wird sich Waldniel aufgrund der großen Umstrukturierungen im Kader wohl erneut mit dem Kampf um den Klassenerhalt beschäftigen müssen. "Wir haben uns wieder neu aufgestellt, man muss sich neu erfinden", sagt Hans Weecks, der aber mit Blick auf die neue Spielzeit guter Dinge ist. Vor allem, weil er auf neue, junge Spieler stößt, die "voller Energie und Tatendrang stecken".

(vdb)