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Oberliga: Union Nettetal kann nach Sieg gegen Niederwenigern aufatmen

Fußball-Oberliga : Nettetaler können aufatmen

Im Kellerduell gegen Niederwenigern gab’s für den SCU einen wichtigen 2:1-Heimerfolg.

Im Kampf gegen den Abstieg hat der SC Union Nettetal einen extrem wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen das bislang sieglose Schlusslicht SF Niederwenigern gelang den Nettetalern ein 2:1 (2:0)-Erfolg, der sie bis auf einen Punkt an den ersten Nichtabstiegsplatz herangebracht hat. Mit nun zehn Zählern liegt die Mannschaft von SCU-Trainer Andreas Schwan nur einen Punkt hinter der Ausbeute der vergangenen Saison nach zehn Spieltagen - und die endete nach langem Zittern bekanntlich mit dem Klassenverbleib.

Gezittert werden musste auch am Sonntag bis zum Schluss. Denn obwohl die Nettetaler bei Dauerregen nach der ersten Spielhälfte auch dank zweier haarsträubender Fehler des Aufsteigers und in der Folge zweier Tore von Dimitrios Touratzidis eine klare Führung mit in die Pause nahmen, schafften sie es nicht, nach dem Seitenwechsel frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Im Gegenteil: Als es nach 64 Minuten eigentlich so aussah, als hätten sie den Ball per Kopf aus der gefährlichen Zone bugsiert, waren die Gäste im Mittelfeld zur Stelle und verlagerten das Spiel auf die rechte Seite. Nach einer Hereingabe von dort, hielt die SCU-Abwehr zu viel Abstand, so dass Niederwenigerns Marc Andre Gotzeina aus 18 Metern ziemlich ungestört den Anschlusstreffer markieren konnte.

Im Anschluss bekamen die Nettetaler nicht mehr so recht Ruhe in ihre Aktionen und standen oft zu tief, so dass sie ständig Gefahr liefen, doch noch den Ausgleich zu kassieren. Doch die Gäste aus dem Stadtteil von Hattingen agierten in der Offensive letztlich zu ideen- und harmlos, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen.

Die Harmlosigkeit war von Anfang an das Problem der Gäste. Denn in einer Partie, in der beide Mannschatten ob der Bedeutung von Beginn sehr zurückhaltend und abwartend agierten, bekamen auch die Niederwenigerner Freiräume geboten, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Wenn sich vor der Pause mal eine Schusschance ergab, wurde die meist ziemlich kläglich vergeben. Anders die Nettetaler, die von dem Torinstinkt ihres Stürmers Dimitrios Touratzidis profitierten. Zweimal lauerte er auf einen Fehler, der Gäste-Hintermannschaft und zweimal schloss er eiskalt ab. Sieben Treffer stehen schon für ihn zu Buche „Dimi ist der Torjäger den wir brauchen, um in der Oberliga zu bleiben“, sagte Union-Coach Andreas Schwan, der gestand, dass der Sieg letztlich etwas glücklich war: „Doch wir haben uns mit Leidenschaft gewehrt. Am Ende zählen nur die drei Punkte“, ergänzte Schwan, der sich aber auch selbstkritisch gab. Gegen Schonnebeck muss sicher eine Steigerung her.