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Oberliga: Nettetals Dauerverletzter Mittelfeldspieler Tom Rütten

Nettetals Dauerverletzter Mittelfeldspieler : Pechvogel Rütten – von Verletzung zu Verletzung

Tom Rütten war gerade dabei, sich wieder ins Team zu kämpfen – da folgte zuletzt in der Reserve die nächste Verletzung. Seine Leidenszeit geht weiter. Wie er damit umgeht.

Es war die 59. Minute im Spiel der U23 des SC Union Nettetal gegen den SC Viktoria Anrath, als Tom Rütten sich an den linken Oberschenkel fasste und mit schmerzverzehrtem Gesicht zu Boden ging. Er hatte sich gerade auf der rechten Seite im Strafraum gegen einen Gegenspieler durchgesetzt. Doch genau in diesem Augenblick war für ihn und seinen Mitspielern klar, dass es nicht weitergehen würde. Er hatte eine Muskelverletzung erlitten. Rütten verließ anschließend gestützt von seinen Kollegen und humpelt den Spielfeld.

Dabei hatte sich der 21-Jährige nach seinem Muskelfaserriss gerade wieder herangekämpft ans Team: Am Tag zuvor stand er im Derby gegen den 1. FC Mönchengladbach nach seiner langen Leidenszeit erstmals wieder im Kader der Unioner. Im Reserve-Team in der Kreisliga-A sollte er nun Spielpraxis sammeln.

Denn in der aktuellen Spielzeit stand der Mittelfeldspieler bis dato noch überhaupt nicht auf dem Feld. In der Vorbereitung bremste ihn zunächst eine ausgekugelte Schulter aus. Nachdem er sich davon erholt hatte, folgte der Muskelfaserriss. Nun eine erneute Muskelverletzung, die ihn wieder für Wochen zurückwirft und in die Rolle des Zuschauers zwingt.

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„Ich war optimistisch, dass ich jetzt länger von einer Verletzung verschont bleibe. Ich mache mich immer vernünftig warm und passe doppelt auf. Doch es scheint nichts zu bringen. Sobald ich wieder spiele, ziehe ich mir eine neue Verletzung zu“, sagte Rütten.

Vor allem mental hat er mit den ständigen Rükschlägen zu kämpfen. „Man kommt sich vor wie ein Simulant oder befürchtet, für andere als Simulant wirken zu können, weil man so oft verletzt ist“, sagte Rütten weiter. Doch die Verletzungen sind real, die ihn nun schon mehrmals für Wochen, teilweise sogar Monate aus dem Trainings- und Spielbetrieb herausreißen.

Gerade in dieser Zeit ist für Rütten das Umfeld, welches er in Nettetal vorfindet, besonders wichtig. Neben der Behandlung der beiden Physiotherapeuten erfährt er auch von Trainer Andreas Schwan immer die nötige Rückendeckung.

Für ihn ist die Situation deprimierend. Dennoch steckt der 21-Jährige den Kopf nicht in den Sand und ist motoviert, sich erneut zurückzukämpfen.

Die vergangene Saison verlief dagegen für ihn überraschend gut. Von elf Meisterschaftsspielen in der Oberliga stand der ehemalige Junioren-Spieler von Borussia Mönchengladbach in seinem ersten Seniorenjahr für die Nettetaler in acht auf dem Feld.

Im Fohlenstall kam er unter dem neuen Trainer des Drittligisten MSV Duisburg, Hagen Schmidt, sogar zu einigen Einsätzen in der Junioren-Bundesliga. Er hofft, dass bald auch wieder welche für Union Nettetal folgen.